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Corona in Indien - Dalits besonders betroffen

Spenden-Aufruf für Krishna-Godavari

Profilstelle ÖkumeneIn der St. Andrew-Kathedrale in der Stadt Machilipatnam stehen die Hilfpakete bereitIn der St. Andrew-Kathedrale in der Stadt Machilipatnam stehen die Hilfpakete bereit

Der Partnerschafts-Ausschuss Krishna-Godavari bittet um Spenden für die indische Partner-Diözese der Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg. Angesichts der desaströsen Lage in der Region sollen über die indischen Partner wie schon 2020 Pakete mit Essen und Hygieneartikeln an die Bedürftigen in den Kirchengemeinden verteilt werden.

Die drei Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg sind seit fast 40 Jahren mit der südindischen Diözese Krishna Godavari im Bundesstaat Andhra Pradesh partnerschaftlich verbunden. In Andhra Pradesh mit seinen rund 100 Millionen Einwohnern wurden Ende April 1 043 441 Infizierte, 95 131 aktuelle Fälle und 7736 Todesfälle gezählt. „Der Tod kommt uns so nah“ bemerkte der Bischof von Krishna Godavari, George Cornelious, in einer Videoschalte. „Viele mir bekannte Personen sind gestorben, darunter auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese“, fügte er hinzu. Viele Menschen lebten in Angst und in Unsicherheit und hätten wegen Ausgangssperren und Lockdowns kein Einkommen. Und da von den rund 300.000 Christen in Krishna-Godavari die meisten „Dalit“ (Kastenlose) sind, stehen sie ohnehin am hinteren Ende der durch das Kastensystem bestimmten Schlange. 

Staatliche Krankenversorgung überfordert

„Für Diese Menschen, die oft Tagelöhner oder Kleinstverdiener mit großen Familien sind, leiden nicht nur unter den hohen Infektionszahlen und dem Mangel an Tests, Handschuhen oder Masken. Auch der Zugang zu sauberem oder fließendem Wasser und täglicher Nahrung ist schwierig“, berichtet Ökumenepfarrer Bernd Apel. „Es gibt keine Krankenversicherung im deutschen Sinne, doch jeder Inder hat Anspruch auf Behandlung in einem staatlichen(!) Krankenhaus,“ fährt er fort. „Und die werden jetzt beim geringsten Symptom natürlich überrannt. Außerdem sind viele Kirchengebäude geschlossen, die sonntäglichen Gottesdienst-Kollekten fehlen und damit auch Einnahmen für die Kirchen.“

Nur vier Prozent Christen

Die Kirchen in Indien – nur rund vier Prozent der Bevölkerung sind Christen - trifft die Krise hart. Ihre Ressourcen sind erschöpft und viele Mitarbeitende krank. Trotzdem sehen sich in der Verantwortung der Nächstenliebe und bieten den Menschen Hilfe an.

EKHN ruft zu Spenden auf

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in Indien zu Spenden für das Land aufgerufen. Die Entscheidung fiel am vergangenen Samstag nach einer Videokonferenz mit Partnern in Indien. In dem Gespräch unter anderem mit Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung und den Vorsitzenden der hiesigen Partnerschaftsausschüsse hatten die Bischöfe der indischen Partnerdiözesen gegenüber der EKHN ihre Sorgen zum Ausdruck gebracht.

Hohe Dunkelziffer

In den zurückliegenden Wochen hatte sich die zweite Welle der Corona-Pandemie zu einer Katastrophe für das Land mit seinen ca. 1,4 Mrd. Menschen ausgeweitet. Täglich werden derzeit etwa 400.000 Neuinfektionen gemeldet, fast 4.000 Menschen sterben. Die Dunkelziffer wird als deutlich höher angesehen. Die rasche Ausbreitung des Virus bringt Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze. Es fehlt an Betten, Sauerstoff, Impfstoff etc.

Spendenkonto

Der Partnerschafts-Ausschuss Krishna-Godavari im Gießener Land ist in ständigem Kontakt mit der Diözese und bittet um Spenden. Von dem Geld werden die indischen Partner „Packages“ packen mit Reis, Gewürze, Linsen oder Öl, Masken, Desinfektionsmitteln Zahnbürsten und anderen notwendigen Dingen des täglichen Bedarfs.

Spendenkonto „Corona-Hilfe 2021 Krishna-Godavari“
Ev. Dekanat Hungen, IBAN: DE11 5139 0000 0081 1197 16 / BIC: VBMHDE5F

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