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Konzeption im Mittelpunkt der AG-Synode

Jugendarbeit wird neu aufgestellt

StenderMenschen auf einer Bühne mit RednerpultGemeindepädagogik auf der Bühne im Busecker Kulturzentrum. Am Pult Patrick Papendorf

Die Gemeindepädagogik in den Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg wird in Zukunft nicht mehr nur Kinder und Jugendliche, sondern alle Generationen im Blick haben. Das sieht eine Konzeption vor, die am Freitagabend den Synodalen aus den drei evangelischen Dekanaten bei ihrer Herbsttagung in Großen-Buseck vorgestellt wurde.

In den siebzig Kirchengemeinden, die ab 2022 ein Dekanat bilden werden, sollen die Schwerpunkte auf der schulbezogenen Jugendarbeit, der Kinder- und Jugendarbeit in noch zu definierenden Regionen, in der Arbeit mit Familien sowie in der Arbeit mit Menschen der Generation 55+ liegen. Grundlage für die neuen Ansätze auf dem Gebiet der Gemeindepädagogik ist das neue Gesetz zur Gemeindepädagogik, das die Landessynode vor einiger Zeit verabschiedet hat. Ausgangspunkt ist hierbei eine Sozialraumanalyse, die die Arbeitsgruppe Gemeindepädagogik in den vergangenen Monaten erstellt hat. Dieses Instrument, so erläuterte Pfarrerin Barbara Lang den rund 100 Synodalen im Großen-Busecker Kulturzentrum, soll helfen zu ermitteln, an welchen Orten welche Angebote sinnvoll sein könnten. Die stellvertretende Dekanin des Dekanats Hungen informierte gemeinsam mit ihrem Kollegen aus dem Dekanat Kirchberg, Pfarrer Dieter Sandori, über die Aktivitäten der Arbeitsgruppe Gemeindepädagogik, in der alle Hauptamtlichen in der Jugendarbeit in den drei Dekanaten mitarbeiten.

Jugendhaus wird gewünscht

Ein konkreter Wunsch aus der Arbeitsgruppe ist die Einrichtung eines  Jugendhauses, in dem die Aktivitäten der evangelischen Jugend im zukünftigen Großdekanat gebündelt werden könnten. Auch das Freizeitheim auf dem Wirberg mit seinen zwei Zeltplätzen soll nach den Plänen der Arbeitsgruppe für die Kinder- und Jugendarbeit stärker genutzt werden.

Auch die Personalentwicklung ist Teil der entstehenden Konzeption. Im neuen Dekanat werden für die Gemeindepädagogik wie gegenwärtig in den drei Dekanaten 8,5 Stellen zur Verfügung stehen. Allerdings wird es nur noch zwei statt aktuell drei Stellen für Dekanatsjugendreferenten geben. Das heißt nicht, dass mit dem Datum der Dekanatsfusion automatisch eine Stelle wegfällt. Die Inhaberinnen und den Inhaber der Jugendreferentenstellen genießen Bestandsschutz bis einer oder eine der drei die Stelle aufgibt, informierte Dieter Sandori.

Verabschiedung im Frühjahr

Die Arbeitsgruppe wird im Januar die Konzeption den drei Dekanatssynodalvorständen vorstellen. Es ist angestrebt, dass die Synode bei ihrer Frühjahrstagung die neue Konzeption beschließt.

Bei dieser Tagung wird die Synode auch noch einmal einen neuen Anlauf hinsichtlich des Standorts der Verwaltung für das Großdekanat machen. Der Kirchberger Dekan Hans-Theo Daum informierte als Sprecher der Arbeitsgruppe Standort darüber, dass sich erst kurz vor der Synode Entwicklungen ergeben hätten, die eine Verschiebung der Abstimmung über den Standort nötig machten.

Pogrom-Gedenken statt Gottesdienst

Anstelle eines Gottesdienstes waren die Synodalen vor der Sitzung eingeladen, an der Gedenkveranstaltung vor der ehemaligen Synagoge am Großen-Busecker Anger teilzunehmen. So erlebten viele von ihnen die Ansprache von Bürgermeister Dirk Haas mit seinem eindringlichen Appell, antisemitischen Äußerungen, Hass und Hetze entschieden entgegenzutreten. Diesen Appell verstärkten die Schülerinnen und Schüler einer zehnten Klasse der IGS Busecker Tal mit ihrer Aktion, bei der sie Steine auf den Gedenkstein vor der ehemaligen Synagoge legten und die Namen der Großen-Busecker Opfer des Nationalsozialismus nannten.

Veränderungen im Dekanat Hungen

Im Anschluss an die gemeinsame Synode tagten die Vertretungen der drei Dekanate noch jeweils einzeln. Dabei hatten die Synodalen des Dekanats Hungen ein neues Mitglied in den Dekanatssynodalvorstand zu wählen, nachdem Gertrud Becker im Sommer ihr Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Einstimmig wählte die Versammlung Wolfgang Fritz aus Langd in das Leitungsgremium. Zur Rechnungsprüferin wurde Roswitha Stein aus Muschenheim gewählt.

Auf kurz- und mittelfristige Veränderungen auf den Pfarrstellen im Dekanat bereitete Dekanin Barbara Alt die Anwesenden vor. Nach der Versetzung von Pfarrer Manfred Wenzel in den Ruhestand am 1. August kommenden Jahres werden sich Birklar, Muschenheim und Eberstadt eine Pfarrstelle teilen. Die Stellenausschreibung ist fertig und wird demnächst im Amtsblatt erscheinen, kündigte Dekanin Alt an. Pfarrer Hartmut Lemp (Villingen und Nonnenroth) geht im November 2020, kurz vor Dekanin Barbara Alt in den Ruhestand. Diesen Schritt geht auch das Pfarrerehepaar Fritzsche im kommenden Jahr. Danach steht den Gemeinden Bellersheim und Obbornhofen nur noch eine halbe Stelle zu – das Dekanat Hungen steht also vor einigen personellen Veränderungen. Die Dekanin kündigte an, dass die Dekanatsleitung rechtzeitig mit allen betroffenen Kirchengemeinden ins Gespräch kommen werde, auch was Fragen von Vernetzung und Zusammenarbeit angeht.

Für die Kirchengemeinde Grüningen hat die Suche nach einem neuen Seelsorger ein Ende. Die halbe Stelle in der Gemeinde wird im Februar 2020 mit Pfarrerin Jutta Martini besetzt. Sie übernimmt gleichzeitig die halbe Stelle Krankenhausseelsorge in der Asklepios-Klinik Lich.

Die Synoden Kirchberg und Grünberg verabschiedeten parallel die Jahresrechnungen 2017.

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