Gottesdienste im Gemeindehaus
Eine neue Decke für die Beuerner Kirche
Stender
06.03.2025
ast
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Die Schadensuntersuchung im Frühjahr 2022 hatte ergeben, dass weitere Putzteile herabfallen könnten. Deshalb wurden Schutznetze und Planen im Kirchenschiff installiert, wodurch der untere Kirchenraum weiterhin für Gottesdienste und Konzerte genutzt werden konnte. Emporen und Orgel waren gesperrt.
Im Kirchenschiff des zwischen 1846 und 1849 errichteten Sakralbaus mit seiner symmetrischen Gestaltung und den beeindruckenden romanisierenden Elementen ist für die Sanierung unter der gesamten Decke ein Flächengerüst aufgestellt. Die Planung sieht vor, wenige Zentimeter unterhalb der verputzten Deckenfläche eine neue Plattendecke einzubauen. Darunter wird der historische Deckenputz bewahrt. Dafür mussten Teile der Orgel abgebaut werden, die dicht bis unter die Decke reichen. Zum Schutz vor Baustaub wurde das Instrument komplett eingepackt. Die neue Decke wird nach Abschluss der Arbeiten ähnlich aussehen wie ihr historisches Vorbild: Eine zum Gesamtbild des Raumes passende Kassettendecke. Die genaue Farbgebung ist noch in Planung.
Im Zuge der Restaurierung werden auch alle Wandflächen überarbeitet, Risse geschlossen und geschädigte Putzbereiche ausgebessert. Die Farbigkeit der hölzernen Ausstattung bleibt im Wesentlichen erhalten und wird nur partiell angepasst.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Sanierung ist die vollständige Erneuerung der Elektroinstallation sowie der Beleuchtung im Kirchenschiff. Die bestehende Warmluftheizung bleibt erhalten, und die Kirchenfenster werden instandgesetzt und mit Schwitzwasserrinnen versehen, um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten. Auch das Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert an der Wand über dem Altar wird vorübergehend abgenommen und restauriert. Die Arbeiten werden in enger Abstimmung mit der Landeskirche und dem bauleitenden Restaurator durchgeführt, um die historische Substanz der Kirche zu bewahren und gleichzeitig moderne Standards zu schaffen.
Der Kirchenvorstand hofft, dass die Bauarbeiten bis Dezember beendet sind, um Advent und Weihnachten in der renovierten Kirche feiern zu können. Bis dahin finden die Gottesdienste im Gemeindesaal statt. Die Osternacht wird gemeinsam mit der Nachbargemeinde in Bersrod gefeiert. Für die Konfirmation hat Großen-Buseck seine Kirche zur Verfügung gestellt.
Die Baukosten werden zu 80 Prozent von der Landeskirche getragen; für die restlichen 20 Prozent muss die Kirchengemeinde aufkommen. Martin Otto, Vorsitzender des Kirchenvorstands, macht sich darum keine Sorgen. Auch bei der 2020 abgeschlossenen Turmsanierung hätten sich die Beuerner sehr spendenfreudig gezeigt. Wer für die Innensanierung einen finanziellen Beitrag leisten möchte, kann seine Spende auf das Konto DE27 5139 0000 0057 2804 17 überweisen.
Wie nach Abschluss der Turmsanierung soll es auch nach der Fertigstellung des Innenraums ein Fest für die ganze Bevölkerung geben.
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