Evangelisch im Gießenerland

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    Im christlichen Auftrag für Frieden, Nächstenliebe und Gerechtigkeit

    Dekanatssynode stellt weitere Weichen für die Zukunft

    StenderFünf Personen, in der Mitte eine Pfarrerin im TalarSusanne Koch, Pfarrerin Sarah Kiefer, Dekanin Barbara Lang, Referent für Gesellschaftliche Verantwortung und Bildung Raphael Maninger, Dekanatsjugendreferentin Uli Müller-Othman

    „Unser Kreuz hat alle Farben“ ist eine Aktion von mehreren Dekanaten in der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau (EKHN), der sich auch das Evangelische Dekanat Gießener Land angeschlossen hat. Die Synode des Dekanats unterstrich die Aussage „Für Demokratie, Menschenwürde und eine offene Gesellschaft“, die auf Bannern, Fahnen und Plakaten zu lesen sein wird, am Samstag bei ihrer Tagung in Nonnenroth.

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    Menschen an Tischen stimmen ab; im Vordergrund Bildschirm mit Graphik vom Sollstellenplan Mischa Jung präsentiert einen Teil des Werbematerials Neu im DSV: Reinhold Hahn

    „Lassen Sie uns heute als Synode den Blick hinwenden zu den Menschen, die gerade in Angst und Sorge sind, die jetzt schon Diskriminierung und Hass erleiden und lassen Sie uns heute ein Zeichen setzen, dass Gott größer ist als alle Unterschiede, die wir machen.“ Mit diesen Worten forderte Dekanin Barbara Lang die rund 90 Vertreterinnen und Vertreter der knapp 70 Kirchengemeinden im Dekanat zur Zustimmung für die Resolution auf.

    Einstimmiges Bekenntnis

    Einstimmig unterstützte die Synode das Bekenntnis zur „Gottesebenbildlichkeit aller Menschen, wie sie in der Bibel bezeugt wird“. Sie setzt sich auf dieser Basis ein für Menschenwürde, Demokratie und eine offene Gesellschaft und wendet sich gegen jedwede Form von Hass und Ausgrenzung, gegen Demokratiefeindlichkeit und Extremismus.“ Die Resolution übernimmt auch eine Passage aus einem Papier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), in der die Besorgnis um „die wachsende Zustimmung bei Wahlen und in Umfragen zur sich immer weiter nach rechts radikalisierenden AfD und anderen rechtsextremen Parteien“ angesprochen wird. Sie stellt klar, dass die Grundsätze dieser rechtsextremen Kräfte „mit den Grundsätzen des christlichen Glaubens in keiner Weise vereinbar“ seien.

    Die Synode setzt in dem verabschiedeten Text Antisemitismus und Islamfeindlichkeit Wertschätzung und Respekt, Religionsfreiheit sowie Schutz und Sicherheit für alle Menschen entgegen. Die Resolution, deren kompletter Wortlaut auf der Webseite des Dekanats https://kurzelinks.de/o5bl nachzulesen ist, endet mit dem Appell, „für diese Grundwerte einzutreten und sich für den christlichen Auftrag für Frieden, Nächstenliebe und Gerechtigkeit stark zu machen.“

    Sollstellenplan verabschiedet

    Nachdem im vergangenen Herbst die Zuschnitte der Nachbarschaftsräume im Dekanat Gießener Land beschlossen wurden, verabschiedeten die Synodalen jetzt den vom Dekanatssynodalvorstand (DSV) vorgelegten Dekanatssollstellenplan. Dieser Plan regelt die Verteilung der Pfarrstellen, der Gemeindepädagoginnen und –pädagogen sowie der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker auf die acht Nachbarschaftsräume. Sinkende Gemeindemitgliedszahlen, weniger junge Theologinnen und Theologen und geringere Einnahmen schlagen sich auch auf die Zahl der Pfarrstellen nieder. Diese werden in der gesamten Landeskirche in zwei Schritten bis Ende 2029 um 25 Prozent reduziert, während die Zahl der Musik- und Gemeindepädagogikstellen gleichbleibt. Die drei Arbeitsbereiche sollen in den Nachbarschaftsräumen als sogenannte Verkündigungsteams zusammenarbeiten. Der DSV hatte seine Vorschläge schon im Herbst in die Synode eingebracht und den Gemeinden danach in zwei Resonanzterminen Gelegenheit zu Rückfragen und Gegenvorschlägen gegeben.

    Nicht alle Wünsche zu erfüllen

    In der Diskussion wurde deutlich, dass die Wünsche und Hoffnungen der Gemeinden nicht überall mit den Vorgaben der Landeskirche zusammenpassten. Die Redebeiträge in der engagiert und fair geführten Diskussion zeigten das hohe Engagement sowie die große Verantwortungsbereitschaft der einzelnen Synodalen. Schließlich wurde der vom DSV vorgelegte Sollstellenplan mit wenigen Gegenstimmen verabschiedet.

    Wahlen

    Auch Wahlen standen auf der Synoden-Tagesordnung. Reinhold Hahn (Grüningen) ist jetzt anstelle der zurückgetretenen Sigrid Jox (Ober-Bessingen) DSV-Mitglied. Stellvertretendes Mitglied in der Landessynode wurde Sven Stoffer (Holzheim), der in dieser Funktion ebenfalls auf Sigrid Jox folgt. Der ehemalige Hungener Pfarrer Marcus Kleinert hat das Dekanat bisher als stellvertretendes Synodenmitglied im der Landessynode. In dieses Amt wurde Dekanin Barbara Lang gewählt.

    Segen für die Neuen im Dekanat

    Im Gottesdienst zu Beginn der Synode, der musikalisch von den Kirchenmusikerinnen und dem Kirchenmusiker des Dekanats gestaltet wurde, segnete Dekanin Barbara Lang vier neue Stelleninhaber und Funktionsträger für ihren zukünftigen Dienst: Seit November im Amt sind der neue Referent für Gesellschaftliche Verantwortung und Bildung, Raphael Maninger, und die  stellvertretende Dekanin Sarah Kiefer. Pfarrerin Kiefer gab mit ihrem Amtswechsel das Amt der Stellvertreterin des DSV-Vorsitzenden Dr. Thilo Schneider ab. Dieses Amt bekleidet jetzt Susanne Koch (Laubach). Nachfolgerin von Raphael Maninger als Dekanatsjugendreferentin ist Uli Müller-Othman. Sie tritt ihr Amt am 1. April an. 

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