Ordination im NBR Lumdatal – ein Neustart voller Energie und Gemeinschaft
Volker Nies ist neuer Pfarrer in Treis
Patricia Luft
22.01.2026
ast
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Die Ordination nahm Pröpstin für Oberhessen, Dr. Anke Spory vor. Sie machte deutlich, dass Ordination mehr ist als ein feierlicher Akt: „Es ist die Beauftragung für einen lebenslangen Dienst an der Verkündigung.“ Sie lobte Nies’ vielseitige Ausbildung, seine Haltung und seine Liebe zur Musik und betonte: „Ich vermute, Sie werden nicht lange brauchen, um zu überzeugen.“
Auch Dekanin des Dekanats Gießener Land, Barbara Lang, hieß Nies herzlich willkommen: „Von seiner Fülle haben wir genommen – Gnade um Gnade. Möge dieser Segen dich begleiten, lieber Volker, für deine Zeit in Treis, im gesamten Lumdatal und darüber hinaus.“ Pfarrkollege Traugott Stein fügte hinzu: „Hier kann gut gelebt werden – schön, dass du da bist!“
Pfarrer Nies selbst beschrieb den Tag als besonders reich beschenkt und bewegend. Er fühlte sich angekommen, getragen von der Gemeinschaft und der offenen Atmosphäre in Treis. „Es ist großartig, dass hier so viele Menschen zusammenkommen, um die Gemeinde zu tragen und zu gestalten“, sagte er.
Aber wer ist dieser Mann, der nun die Gemeinde in Treis begleitet? Volker Nies ist 36 Jahre alt, in Florstadt in der Wetterau aufgewachsen und schon als Jugendlicher stark in der Kirchengemeinde engagiert gewesen. Diese Erfahrungen prägen seinen Zugang zur Kirche: „Kirche war für mich immer ein Ort, an dem ich einfach sein konnte. Das möchte ich weitergeben.“
Sein Werdegang ist vielseitig: Theologiestudium in Marburg, Leipzig und Halle, Vikariate im Oberen Ohmtal und am religionspädagogischen Institut in Marburg sowie zahlreiche Zusatzqualifikationen in Spiel- und Theaterpädagogik, systemischer Beratung und psychosozialer Arbeit. Besonders wichtig waren für ihn Erfahrungen mit Menschen, die sonst kaum Berührungspunkte mit Kirche haben – ein Blick über den Tellerrand, der ihn geprägt hat und ihm sehr wichtig ist, betont er.
Treis ist für Volker Nies ein echter Glücksgriff, sagt er: Die Gemeinde legt Wert auf Musik, Jugendarbeit und meditative Gottesdienste – alles Themen, die auch seine Herzensthemen sind. Er selbst spielt Klavier, Gitarre und Orgel, singt im Chor und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Treiser Musicalchor: „Auf die Musical-Projekte freue ich mich jetzt schon wie ein Kind auf Weihnachten.“
Seit Dezember lebt er mit seinem Partner im Pfarrhaus und fühlt sich angekommen. „Schon das erste Gespräch mit dem Kirchenvorstand hat mir gezeigt: Das passt. Die Menschen hier sind offen und neugierig.“
Nach dem Ordinationsgottesdienst wurde am Sonntag im Gemeindehaus weitergefeiert, das ebenfalls bis auf den letzten Platz gefüllt war. Grußworte von Bürgermeister Peter Gefeller, den vielen verschiedenen Vereinen, der Ökumene und vielen Kolleg:innen würdigten den Tag. Jung und Alt, viele unterschiedliche Menschen aus Treis und dem gesamten Nachbarschaftsraum, feierten gemeinsam mit Buffet, Musik und viel Herzlichkeit. Die besondere Gemeinschaft, die in Treis spürbar ist, wurde an diesem Tag deutlich.
Nies beschreibt seine Mission in Treis so: „Ich will erst zuhören, sehen, was gut läuft, und dann gemeinsam mit der Gemeinde Impulse setzen. Kirche lebt von Gemeinschaft.“ Auch auf die Herausforderungen der Zukunft blickt er positiv. Die Veränderungen im Rahmen von ekhn2030 seien eine Chance, neue Wege zu gehen, ohne das Engagement und die Tradition vor Ort aus den Augen zu verlieren.
Am Ende des Tages wurde deutlich: Treis hat nicht nur einen neuen Pfarrer bekommen, sondern jemanden, der zuhört, mit Freude gestaltet und die Gemeinde bereichert – ein Mann, der Musik, Jugend und Gemeinschaft lebt und die Menschen mitnimmt.
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