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Patricia Luft
Ein Ort der Stille, Geschichte und Begegnung.
Mitten im Grünen bei Lich, in einer Flussschleife der Wetter, liegen die eindrucksvollen Mauern von Kloster Arnsburg – ein Ort, an dem sich fast neun Jahrhunderte Geschichte verdichten. 1174 als Zisterzienserkloster gegründet, war Arnsburg über 600 Jahre lang ein geistliches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in der Wetterau.
Noch heute spürt man die besondere Atmosphäre dieses Ortes: die Weite der Kirchenruine, die stillen Mauern des Kreuzgangs, das ehemalige Dormitorium, das „Paradies“ als Vorhalle zur Kirche. Romanische Rundbögen und frühgotische Spitzbögen erzählen vom langen Werden dieses Gotteshauses. Wo einst Mönche beteten und arbeiteten, ist ein Raum entstanden, der Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet.
Für das Evangelische Dekanat Gießener Land ist Kloster Arnsburg ein besonderer geistlicher Ort. In der Kirchenruine und im „Paradies“ finden Gottesdienste, Andachten, Trauungen und besondere kirchliche Veranstaltungen statt. Hier werden auch die beliebten „Arnsburger Vespern“ gefeiert – musikalische Andachten, die Wort und Musik in besonderer Atmosphäre verbinden und viele Menschen aus der Region anziehen.
Die Anlage bietet Raum für Besinnung, Musik, Begegnung und gemeinsames Feiern – unter freiem Himmel und doch geborgen in alten Mauern.
Der ehemalige Kreuzgang ist heute zugleich Kriegsgräberstätte. Hier ruhen Menschen vieler Nationen – Soldaten, Zwangsarbeiter und Opfer von Krieg und Gewalt. Damit ist Arnsburg auch ein Ort des Gedenkens und des Friedens, der uns mahnt, Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen.
Seit 1960 setzte sich der Freundeskreis Kloster Arnsburg e. V. mit großem Engagement für den Erhalt der mittelalterlichen Bauten ein. Heute liegt die Verantwortung für die Anlage bei der Familie Solms-Laubach. Das gemeinsame Anliegen bleibt: diesen besonderen Ort zu bewahren und zugänglich zu halten.
Kloster Arnsburg ist ein beliebtes Ausflugsziel – mit Wanderwegen, weiten Ausblicken und einem Rundweg entlang der Klostermauer. Zugleich bleibt es eine besinnliche Stätte. Zwischen alten Mauern und weitem Himmel lädt es dazu ein, innezuhalten, Kraft zu schöpfen und sich berühren zu lassen.
Patricia LuftReformationsjubiläum - das war doch schon 2017 dran!? Richtig, aber bis evangelische Glaubensüberzeugungen auch in unserer Region Fuß gefasst hatten, mussten noch einige Jahre und Jahrzehnte vergehen...
Im Rahmen der musikalischen Vespern des Jahres 2026 wollen wir einerseits eintauchen in die hessische Reformationsgeschichte, aber auch auf Ereignisse zurückschauen, die sich seit dem Thesenanschlag in Wittenberg 1517 und dem Reichstag zu Worms 1521 zugetragen haben. So beschäftigt uns der Bauernkrieg und Luthers Hochzeit (1525), aber ebenso die Veränderungen im Gottesdienst durch den deutschsprachigen Gemeindegesang und die Austeilung des Abendmahls in "beiderlei Gestalt" in den Jahren zuvor.
Wir gehen der Frage nach, welche Traditionen sich im Laufe der Zeit in lutherischen und reformierten Gemeinden herausgebildet haben und heute noch erfahrbar sind.
Zum Jahresende hin kommen wir auf die Homberger Synode 1526 zu sprechen, mit der die Einführung der Reformation in Hessen durch Landgraf Philipp ihren Anfang nahm - diese Versammlung in Nordhessen bildete den Aufhänger für das Vesperthema dieses Jahres. Aber dabei bleiben wir nicht stehen:
Welche Fragestellungen beschäftigen uns in den Gemeinden abseits der Strukturreformen? Wie positioniert sich protestantischer Glaube heute? Was dürfen wir bewahren? Was muss neu werden? - im Sinne der Jahreslosung aus Offb. 21,5 „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!" Mit Tönen aus Vergangenheit und Gegenwart bringen sich die Musikerinnen und Musiker sowie die Chöre ein, die in der Paradieskapelle zu Gast sein werden und die Vespern wieder zu einem sonntäglichen Klangerlebnis machen werden.
Wir freuen uns, wenn Sie dem Angebot des Dekanates Gießener Land treu bleiben oder sich neu dafür gewinnen lassen und begrüßen Sie gerne gemeinsam mit Dekanatskantorin Beatrix Pauli zu den angegebenen Terminen!
Dekanin Barbara Lang & Pfarrerin i.R. Barbara Alt
Programm der Arnsburger Vespern 2026
Patricia Luft