Am 17. und 18. April 2026 kam der Dekanatssynodalvorstand (DSV) des Dekanats Gießener Land zu seiner Klausurtagung im Johanniterhotel in Butzbach-Nieder-Weisel zusammen. Unter dem Leitgedanken „Woher wir kommen. Wo wir stehen. Wohin wir gehen.“ standen Rückblick, Standortbestimmung und Zukunftsperspektiven im Mittelpunkt der Beratungen.
Im Fokus der Gespräche standen zentrale Fragen der gemeinsamen Arbeit: Was gelingt bereits gut? Wo gibt es Hindernisse – sowohl innerhalb der Strukturen als auch in der Zusammenarbeit nach außen? Und wie kann der DSV seine Rolle noch klarer und wirksamer für die Kirchengemeinden im Dekanat gestalten?
Ein wesentliches Ergebnis der Tagung ist die große Dankbarkeit für die gewachsene, vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gremium. Die Mitglieder hoben besonders den wertschätzenden Umgang, die Offenheit im Austausch sowie die konstruktiven Entscheidungsprozesse hervor. Ebenso wurde die verlässliche und sorgfältige Arbeit der Verwaltung gewürdigt, die maßgeblich zu gut vorbereiteten Sitzungen beiträgt.
Der DSV versteht sich bewusst nicht als ferne Leitungsebene, sondern als unterstützendes und verbindendes Gremium: als Berater:innen, Begleiter:innen und Ansprechpersonen für die Gemeinden im Dekanat Gießener Land. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Prozesse zu begleiten und die Zusammenarbeit im Dekanat weiter zu stärken.
Neben den positiven Entwicklungen wurden auch aktuelle Herausforderungen klar benannt. Die Vielzahl paralleler Themen und Prozesse, begrenzte Ressourcen sowie die Veränderungen im Rahmen des Reformprozesses „ekhn2030“ stellen hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Ein wichtiger Aspekt für die zukünftige Arbeit wird daher sein, die Wahrnehmung und Sichtbarkeit des DSV in den Gemeinden weiter zu stärken und Kommunikationswege auszubauen.
Neben der intensiven inhaltlichen Arbeit bot die Klausurtagung auch Raum für geistliche Impulse und gemeinschaftliche Momente. Eine Abendandacht in der Komturkirche sowie eine Morgenandacht rahmten die Beratungen und setzten bewusst geistliche Akzente.
Die Klausurtagung endete mit einem klaren Fazit: Die gemeinsame Arbeit im DSV ist getragen von Vertrauen, Engagement und dem Willen, Kirche im Dekanat Gießener Land aktiv und zukunftsorientiert zu gestalten. Die gewonnenen Erkenntnisse und Impulse werden in die weitere Arbeit des Gremiums einfließen.
Hintergrund: Dekanat und Dekanatssynode
Die evangelischen Kirchengemeinden und Nachbarschaftsräume einer Region bilden gemeinsam ein Dekanat innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Insgesamt gibt es 25 Dekanate. Sie organisieren die Zusammenarbeit der Gemeinden, koordinieren kirchliche Dienste und leiten die Kirche vor Ort.
Geleitet wird das Dekanat von der Dekanatssynode. Dieses Gremium setzt sich aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden sowie Pfarrerinnen und Pfarrern mit besonderen Aufgaben zusammen. Die Synode trifft grundlegende Entscheidungen und wählt den Dekanatssynodalvorstand (DSV), der das Dekanat nach außen vertritt.
An der Spitze des DSV stehen eine ehrenamtliche Vorsitzende oder ein Vorsitzender – der Präses – sowie die Dekanin oder der Dekan.
Im Dekanat Gießener Land sind dies Präses Dr. Thilo Schneider und Dekanin Barbara Lang. Stellvertretende Dekanin ist Pfarrerin Sarah Kiefer, stellvertretende Präses Susanne Koch.
Dem aktuellen Dekanatssynodalvorstand gehören neben der Leitung an: Reinhold Hahn, Susanne Koch, Michael Knoll, Hartmut Lohrey, Roland Meuschke, Daniela Reif, Pfarrer Matthias Bubel und Pfarrerin Sarah Kiefer. Neu in das Gremium gewählt wurden Pfarrer Stefan Becker, Pfarrer Martin Möller und Pfarrerin Jana Niesner. Mehr zur Dekanatsleitung und dem DSV gibt es hier zu lesen.