Tag der Erde: Schöpfung bewahren – konkret vor Ort im Dekanat Gießener Land

veröffentlicht 22.04.2026, Evangelisches Dekanat Gießener Land

Am 22. April erinnert der Tag der Erde weltweit an den Schutz unserer Umwelt. Im Evangelischen Dekanat Gießener Land wird dieser Auftrag ganz konkret gelebt – durch Projekte für Artenvielfalt, fairen Handel und nachhaltiges kirchliches Handeln.

Die Bewahrung der Schöpfung ist ein zentraler Bestandteil christlichen Glaubens. Der biblische Auftrag aus Genesis 2,15, die Erde „zu bebauen und zu bewahren“, prägt auch das Engagement im Evangelischen Dekanat Gießener Land. Der Tag der Erde macht jedes Jahr neu darauf aufmerksam, wie wertvoll und zugleich schutzbedürftig unser Planet ist.

Wie dieses Engagement ganz praktisch aussehen kann, zeigen zahlreiche Initiativen in den Kirchengemeinden vor Ort. Ein Beispiel ist das Projekt „Bee Friendly – Treffpunkt Biene und Co.“: Hier entstehen gezielt Lebensräume für Insekten, um die Artenvielfalt zu fördern und dem Insektensterben entgegenzuwirken. Auch rund um die Kirche in Ober-Ohmen zum Beispiel wurden Blühinseln angelegt, die Bienen und anderen Bestäubern Nahrung bieten – kleine Maßnahmen mit großer ökologischer Wirkung.

Darüber hinaus engagiert sich das Dekanat seit vielen Jahren im Bereich des fairen Handels. Als Partner der Fairtrade-Town-Initiative in Grünberg unterstützt es lokale Strukturen, die sich für gerechtere globale Handelsbedingungen einsetzen. Fairer Handel ist dabei ein sichtbares Zeichen dafür, wie globale Verantwortung im lokalen Kontext gelebt werden kann.

Auch auf landeskirchlicher Ebene wird der Einsatz für Klimaschutz und Nachhaltigkeit konsequent vorangetrieben. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat ein eigenes Klimaschutzgesetz verabschiedet. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2035 deutlich zu reduzieren und bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Beschaffung.

Der Tag der Erde ist damit nicht nur ein Anlass zum Nachdenken, sondern auch ein Aufruf zum Handeln. Ob im persönlichen Alltag, in den Kirchengemeinden oder durch gesellschaftliches Engagement – jeder Beitrag zählt. Gemeinsam kann so eine lebenswerte und gerechte Zukunft gestaltet werden – im Sinne der Schöpfung und der kommenden Generationen.