Konfi-Rallye als Publikumsmagnet beim JKT in Alsfeld - Dekanat Gießener Land gestaltet zentrales Angebot für mehr als 600 Konfirmanden

veröffentlicht 08.06.2026, Evangelisches Dekanat Gießener Land

Vier Tage lang wurde Alsfeld am vergangenen Wochenende zum Treffpunkt für junge Menschen aus der gesamten Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Unter dem Motto „Mach laut. Mach bunt. Mach mit!“ kamen rund 4.500 Jugendliche zum Jugendkirchentag (JKT) 2026 zusammen, um gemeinsam Glauben zu feiern, Gemeinschaft zu erleben und Kirche aktiv mitzugestalten.

Das Motto zog sich durch alle vier Tage: Jede Stimme zählt, Vielfalt bereichert Gemeinschaft und junge Menschen gestalten Kirche aktiv mit. Mit rund 150 Veranstaltungen, Konzerten, Gottesdiensten, Workshops und Mitmachangeboten verwandelte sich die Vogelsberger Fachwerkstadt in ein großes Festivalgelände für die Evangelische Jugend.

Mittendrin war auch das Evangelische Dekanat Gießener Land. Neben der Betreuung einer Quartiersschule engagierten sich zahlreiche Mitarbeitende des Dekanats sowie viele ehrenamtliche Jugendliche der Evangelischen Jugend im Gießener Land insbesondere bei der großen Konfi-Rallye „Die Sendung mit den Konfis“, einem der zentralen Programmpunkte des Jugendkirchentags.

Monatelange Vorbereitung für eines der größten Angebote des JKT

Eine zentrale Rolle beim Jugendkirchentag spielte die EJVD (Evangelische Jugendvertretung im Dekanat Gießener Land). Diese entwickelte gemeinsam mit den Dekanatsjugendreferentinnen und -referenten des Dekanats Gießener Land die Konfi-Rallye über viele Monate hinweg.

Von der ersten Idee über die Entwicklung der Spielstationen und Spielregeln bis hin zur organisatorischen Planung lag die Rallye maßgeblich in den Händen des Teams aus dem Gießener Land. Gemeinsam wurden Konzepte entwickelt, Materialien beschafft, Abläufe getestet und immer wieder weiterentwickelt.

In den Tagen vor dem Jugendkirchentag wurden mehrere Busse mit Material beladen, Stationen vorbereitet und das Gelände eingerichtet. Während des Jugendkirchentags selbst betreuten Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus dem Dekanat die Rallye am Freitag und Samstag von morgens bis abends. 

Die Resonanz war groß: Alle Startplätze waren bereits lange vor Beginn des JKT vergeben. Mehr als 600 Konfirmandinnen und Konfirmanden gingen in 60 Teams an den Start. In drei Zeitslots durchliefen sie insgesamt zehn Stationen auf dem Festivalgelände. Am Freitag- und Samstagnachmittag wurden die erfolgreichsten Teams jeweils bei einer Siegerehrung am Zirkuszelt ausgezeichnet.

Besonders wichtig war dabei das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Jugendlichen der Evangelischen Jugend im Gießener Land. Sie waren nicht nur während der Durchführung als Stationsleitungen und Helfende im Einsatz, sondern brachten ihre Ideen bereits in die Entwicklung der Rallye ein. Viele begleiteten das Projekt von den ersten Planungstreffen über den Aufbau bis hin zum Abbau am Ende des Jugendkirchentags.

„Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre ein Projekt dieser Größenordnung nicht denkbar gewesen“, betont Dekanatsjugendreferentin Ulli Müller-Othman. „Die Jugendlichen haben Verantwortung übernommen, Ideen eingebracht und mit großem Engagement dazu beigetragen, dass mehr als 600 Konfis zwei unvergessliche Rallye-Tage erleben konnten.“

Vielfältige Herausforderungen auf dem Festivalgelände

An insgesamt fünf Stationen übernahmen Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus dem Dekanat Gießener Land die direkte Betreuung. Die übrigen Stationen wurden von Teams anderer Dekanate betreut. Gemeinsam entstand eine Rallye, bei der Teamgeist, Kreativität, Geschicklichkeit und Kommunikation im Mittelpunkt standen.

Auf der Wiese hinter der Albert-Schweitzer-Schule wartete beispielsweise der „Rainbow Walk“ auf die Jugendlichen. Mit Rasen-Skiern, verrückten „Kleinrädern“, Pedalos oder beim Sackhüpfen mussten sie möglichst schnell bunte Tücher sammeln und daraus gemeinsam einen Regenbogen legen. Angefeuert wurden die Teams dabei unter anderem von Dekanin Barbara Lang, die die Station gemeinsam mit Ehrenamtlichen betreute.

An der Station „Goalingo“ waren Sprachgefühl und Treffsicherheit gefragt. Nach kurzen Audioaufnahmen in verschiedenen Sprachen mussten die Jugendlichen erraten, welche Sprache sie gehört hatten, und den Ball in das passende Tor schießen. Die Idee orientierte sich an der bekannten Rubrik der „Sendung mit der Maus“, in der regelmäßig kurze Sequenzen in anderen Sprachen gezeigt werden.

Besonders laut wurde es an der Station „Mach laut“. Dort sollten die Teams verschiedene Geräusche möglichst genau nachstellen – vom wiehernden Pferd über einen Handywecker bis hin zum Flugzeug mit 130 Dezibel. Mithilfe einer App wurde die Lautstärke gemessen, während eine Person die Rolle der Dirigentin oder des Dirigenten übernahm und das Team koordinierte.

Vertrauen und Zusammenarbeit waren dagegen beim „Bucket Run“ gefragt. Nach erfolgreich beantworteten Wissensfragen mussten die Teilnehmenden mit einem Eimer auf dem Kopf einen Parcours absolvieren und sich dabei ausschließlich auf die Anweisungen ihres Teams verlassen. Ziel war es, möglichst viel Wasser aus einem auf dem Eimer befestigten Schwamm in einen Sammelbehälter zu befördern.

Für viel Gelächter sorgte außerdem die Station „Undercover“. Hier trugen alle Teilnehmenden Kopfhörer wie bei einer Silent Disco. Während die meisten denselben Song hörten, bekam eine Person heimlich ein anderes Lied eingespielt. Die Aufgabe bestand darin, anhand der Tanzbewegungen die „Undercover“-Person zu entlarven.

Gemeinschaft weit über die Rallye hinaus

Neben der Konfi-Rallye betreute das Dekanat Gießener Land gemeinsam mit weiteren Engagierten auch eine der Quartiersschulen. Dort waren zahlreiche Teilnehmende des Jugendkirchentags untergebracht. Die Quartiersschulen dienten während der vier Tage nicht nur als Übernachtungsorte, sondern auch als Treffpunkte und Orte der Begegnung.

Auch zahlreiche Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Dekanat Gießener Land waren mit ihren Konfirmandinnen und Konfirmanden nach Alsfeld gereist. Gemeinsam mit ihren Gruppen übernachteten sie auf dem Jugendkirchentag, nahmen an Gottesdiensten, Konzerten und Workshops teil und erlebten die besondere Atmosphäre des größten Jugendtreffens der EKHN hautnah mit.

Der Jugendkirchentag selbst bot mit rund 150 Veranstaltungen ein vielfältiges Programm aus Workshops, Gottesdiensten, Konzerten und Mitmachangeboten. Bereits die Eröffnung auf dem Alsfelder Marktplatz mit rund 2.000 Jugendlichen setzte ein starkes Zeichen für eine lebendige und junge Kirche. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst unter anderem von der JuKi-Band aus Gießen.

Zu den weiteren Höhepunkten zählten das Konzert des Marburger Musikers Johnny vom Dahl, die Disco in der Walpurgiskirche, in der zwischen den sonstigen Kirchenbänken eine große Tanzfläche entstanden war, sowie die abendlichen Andachten mit Kerzenlicht auf dem Marktplatz, die viele Teilnehmende als besonders bewegend erlebten.

„Es war beeindruckend zu erleben, wie viel Gemeinschaft, Zusammenhalt und Freude in diesen Tagen spürbar wurden“, sagt Dekanin Barbara Lang. „Überall begegneten sich junge Menschen offen und respektvoll. Der Jugendkirchentag hat gezeigt, wie lebendig Kirche ist, wenn junge Menschen Raum bekommen, sie mitzugestalten.“

Blick nach vorn

Mit einem festlichen Abschlussgottesdienst endete der Jugendkirchentag am Sonntag. Dabei wurde auch der nächste Austragungsort bekanntgegeben: 2028 wird der Jugendkirchentag im Dekanat Bergstraße in Bensheim stattfinden.

Für die Verantwortlichen, Ehrenamtlichen und Teilnehmenden aus dem Dekanat Gießener Land bleiben viele Eindrücke, Begegnungen und Erinnerungen an vier außergewöhnliche Tage. Die Vorfreude auf ein Wiedersehen in Bensheim hat bereits begonnen.