Drei Kleinbusse, 24 Jugendliche und Teamer, rund 3.400 Kilometer und ein gemeinsames Ziel – oder besser gesagt: Der Weg ist das Ziel.
Was nach einer einfachen Reisebeschreibung klingt, wurde für 20 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren und ihre vier Teamer zu einem Sommer voller Abenteuer, Gemeinschaft und besonderer Momente. Anfang August ging es bei der Jugendfreizeit der Evangelischen Dekanate Büdinger Land und Gießener Land durch Slowenien und Kroatien.
Mit dabei waren die Teamerinnen Alisja Schäfer und Elisabeth Partes sowie Patrick Papendorf, Dekanatsjugendreferent im Dekanat Büdinger Land, und Ulli Müller-Othman, Dekanatsjugendreferentin im Dekanat Gießener Land.
Schon am Tag vor der Abfahrt hieß es: Ärmel hochkrempeln: Gemeinsam wurde eingekauft, Gepäck verstaut und die drei Kleinbusse beladen.
Zelten, kochen, entdecken
Die erste Station war Pivka im Südosten Sloweniens. Drei Nächte verbrachte die Gruppe auf einem Campingplatz. Zelte wurden aufgebaut, gemeinsam gekocht, die Umgebung erkundet und natürlich durfte auch das „Chillen“ nicht fehlen. Zwischen Sport, Wikingerschach und gemeinsamen Mahlzeiten blieb Zeit, zusammenzusitzen und den Sommer zu genießen.
Ein Tagesausflug führte nach Piran an die slowenische Adriaküste. Kleine Gassen, Meer und mediterranes Flair sorgten für Urlaubsstimmung. Und dann waren da noch die Temperaturen: 38 bis 42 Grad zeigte das Thermometer. „Es war sehr heiß“, sagt Ulli Müller-Othman. Abkühlung gab es zum Glück reichlich.
See, Meer und Sonnenuntergänge
Nach drei Tagen Slowenien ging es weiter nach Kroatien. Der nächste Campingplatz lag direkt am Vransko jezero. Fünf Nächte lang wurde der See zum sommerlichen Mittelpunkt der Reise: schwimmen, kreativ sein, gemeinsam kochen, spielen, reden und entspannen.
Eine besondere Andacht fand ebenfalls direkt am See statt. Das Thema lautete „Gut behütet“ – und dazu bekam jede und jeder einen Strohhut mit dem Schriftzug „Der Weg ist das Ziel“. So waren die Jugendlichen symbolisch unter Gottes Schutz und gleichzeitig ganz praktisch vor der Sonne behütet.
Natürlich durfte auch das Meer nicht fehlen. Bei einem Ausflug nach Zadar wurde die Stadt erkundet – und spontan landeten die Jugendlichen beim wohl schönsten Sonnenuntergang der Reise noch im Meer.
„Split war beeindruckend“
Ein weiteres Highlight war der Ausflug nach Split. „Eine beeindruckende Stadt“, sagt Ulli Müller-Othman. Historische Gebäude, enge Gassen und das quirlige Leben der kroatischen Küstenstadt boten den Jugendlichen neue Eindrücke.
Doch nicht jedes Abenteuer hatte ein festes Ziel auf der Karte. An einem Tag ging es „querfeldein und offroad“ durch die Berge Kroatiens zu wunderschönen kleinen Wasserfällen. Dort wurde aus großer Hitze plötzlich frische Bergluft und kühles Wasser.
Auch kulinarisch wurde es abwechslungsreich: Die Jugendlichen kochten gemeinsam bunte Bowls, leckeres Kokos-Curry und Wraps – und natürlich durfte auch Pasta nicht fehlen. Zum Frühstück gab es unter anderem Arme Ritter.
Zehn Grad unter der Erde
Auf dem Rückweg ging es noch einmal nach Slowenien. Ein besonderer Programmpunkt wartete dort mit der Sveta Jama, der einzigen Höhlenkirche Sloweniens.
Während draußen 38 Grad herrschten, waren es in der Höhle gerade einmal 10 Grad. In dieser außergewöhnlichen Umgebung feierte die Gruppe eine Andacht zum Thema „Licht und Dunkelheit“.
Auch der Muschelfriedhof bei Ankaran blieb vielen in besonderer Erinnerung. Die letzte Nacht verbrachte die Gruppe in einem Hostel in Ljubljana. Gemeinsam wurde die slowenische Hauptstadt erkundet und zum Abschluss Pizza gegessen.
21 Jahre „Der Weg ist das Ziel“
Am Ende der Reise hieß es wieder: Busse ausräumen und sauber machen – und mit vielen Erinnerungen im Gepäck nach Hause fahren.
Bereits seit 2005 ist „Der Weg ist das Ziel“ ein fester Höhepunkt im Sommerprogramm, inzwischen fand die beliebte Freizeit bereits zum 21. Mal statt. Was die sie ausmacht, sind nicht nur die Orte, die besucht werden. Es sind die gemeinsamen Momente: der Sprung ins Meer beim Sonnenuntergang, das Wikingerschach auf dem Campingplatz, das gemeinsame Kochen, der Strohhut am Vransko jezero oder die kalte Höhle nach einem heißen Sommertag.
„Die Stimmung war super und wir haben viel gemeinsam gesehen und erlebt“, fasst Ulli Müller-Othman die Freizeit zusammen. Und genau darum geht es bei „Der Weg ist das Ziel“: nicht möglichst schnell irgendwo anzukommen, sondern gemeinsam unterwegs zu sein.
Drei Kleinbusse, 3.400 Kilometer und unzählige kleine Geschichten später dürfte für viele der 20 Jugendlichen feststehen: Der Weg war tatsächlich das Ziel.