Dekanatsausflug nach Kassel: Gemeinsam unterwegs, gemeinsam verbunden

veröffentlicht 20.08.2026, Evangelisches Dekanat Gießener Land

Ein Tag voller besonderer Eindrücke, spannender Einblicke und guter Gemeinschaft: Beim diesjährigen Dekanatsausflug führte es die Mitarbeitenden des Evangelischen Dekanats Gießener Land nach Kassel.

Zwischen Sitzungen, Terminen und vielfältigen Aufgaben bleibt im Arbeitsalltag oft wenig Zeit für Begegnungen außerhalb der gewohnten Strukturen. Umso schöner war der diesjährige Dekanatsausflug nach Kassel, der Gelegenheit bot, gemeinsam Neues zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Gemeinschaft zu stärken.

Erster Programmpunkt war das Museum für Sepulkralkultur. Bei einer Führung erhielten die Teilnehmenden vielfältige Einblicke in die Themen Tod, Trauer, Bestattung und Erinnerungskultur. Zu sehen waren unter anderem unterschiedliche Särge und Grabsteine sowie Informationen zu Bestattungsformen und Ritualen.

Besonderes Interesse weckte der Todomat, ein interaktiver „Hinterlassenschafts-Konfigurator“. Das aus einem umgebauten Parkscheinautomaten entstandene Kunst- und Forschungsprojekt regt dazu an, sich spielerisch mit dem eigenen Abschied auseinanderzusetzen. Fragen zu Bestattung, Gedenken, persönlichen Wünschen und digitalen Hinterlassenschaften führen dabei zu einer individuellen To-do-Liste für die „letzte Reise“.

Auch die aktuelle Ausstellung „Wohin mit dem Hund?“ beschäftigt sich mit einem sensiblen Thema: dem Tod geliebter Haustiere. Eine weitere Ausstellung widmet sich der Frage „Wie schützt Du Dich vor dem Tod?“ und zeigt, wie Menschen zu unterschiedlichen Zeiten versucht haben, Krankheit, Gefahr und Tod abzuwehren oder zumindest hinauszuzögern – von religiösen und traditionellen Vorstellungen bis hin zu modernen medizinischen und wissenschaftlichen Ansätzen.

Beeindruckende Klänge in der Martinskirche

Anschließend ging es zur Martinskirche. Dort erwartete die Gruppe eine besondere Führung durch die moderne Rieger-Orgel. Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz, seit 2006 Kantor an der Martinskirche Kassel, gab spannende Einblicke in das 2017 eingeweihte Instrument.

Die Orgel verfügt über 77 Register auf vier Manualen und Pedal und beeindruckt nicht nur durch ihre klanglichen Möglichkeiten, sondern auch durch ihr außergewöhnliches Erscheinungsbild. Das von Yngve Holen entworfene Gehäuse wird unter anderem von schwarzen Kunsthaaren geprägt, die von der Orgel herunterhängen. Sie machen den Windfluss des Instruments sichtbar und verleihen der Orgel ihr unverwechselbares Aussehen.

Natürlich durfte dabei auch der Klang nicht fehlen: Eckhard Manz spielte für die Gruppe auf dem Instrument und machte so die beeindruckende Vielfalt der Rieger-Orgel unmittelbar erlebbar.

Wasserspiele im Bergpark

Nach Kultur und Kirchenmusik ging es hinaus in die Natur. Im Bergpark Wilhelmshöhe erlebte die Gruppe die berühmten Kasseler Wasserspiele. Kaskaden, Wasserläufe und beeindruckende Wasserfälle machten den Spaziergang durch den Bergpark zu einem weiteren Höhepunkt des Tages.

Zum Abschluss ging es zu einem gemeinsamen Tapas-Essen. Bei gutem Essen und Gesprächen konnte der erlebnisreiche Tag gemütlich ausklingen.

Zeit für das Miteinander

Neben den vielen Eindrücken und Erlebnissen stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Gemeinschaft. Ein gemeinsamer Ausflug schafft Raum für Begegnungen, Gespräche und das Miteinander jenseits von Sitzungen und beruflichen Aufgaben.

„Zwischen all den Terminen und Aufgaben tut es gut, sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen. Ein gutes Miteinander ist schließlich auch eine wichtige Grundlage für unsere gemeinsame Arbeit im Dekanat“, sagt Dekanin Barbara Lang.

Für die Planung und Organisation des gelungenen Tages gilt ihr ein herzliches Dankeschön.