Auslandsbischof der EKD predigt am Israelsonntag in Hungen und Trais-Horloff - Direkt aus Jerusalem nach Oberhessen

veröffentlicht 15.07.2026, Evangelisches Dekanat Gießener Land

Der Auslandsbischof der EKD, Bischof Frank Kopania, wird am Israelsonntag, 9. August, in den evangelischen Kirchengemeinden Hungen und Trais-Horloff die Gottesdienste gestalten. Wenige Tage zuvor kehrt er planmäßig von einer Jerusalem-Reise nach Deutschland zurück und bringt seine unmittelbaren Eindrücke aus dem Heiligen Land in die Predigten ein.

Der Israelsonntag erinnert an die bleibende Verbundenheit der Kirche mit dem Volk Israel und lädt dazu ein, über Gottes Treue, den christlich-jüdischen Dialog und die Verantwortung der Kirchen für Frieden und Versöhnung nachzudenken. Grundlage der Predigt ist der Abschnitt Römer 11,25–32, in dem der Apostel Paulus die Unwiderruflichkeit von Gottes Berufung Israels betont: „Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.“

In seiner Predigt spannt der Auslandsbischof den Bogen zwischen den Erfahrungen im Heiligen Land und dem Leben der Menschen in Oberhessen. Die unmittelbare Rückkehr aus Jerusalem verleiht den biblischen Worten eine besondere Aktualität. Angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten stellt die Predigt die Frage, worauf Menschen in Zeiten weltweiter Krisen vertrauen können, und verweist auf Gottes bleibende Treue und Barmherzigkeit.

„Zwischen den Hügeln Judäas und den Feldern Oberhessens liegen nur wenige Flugstunden - und doch verbindet sie am Israelsonntag dasselbe Wort Gottes aus dem Römerbrief“, sagt Bischof Frank Kopania. „Gerade aus der unmittelbaren Begegnung mit den Menschen in Jerusalem wächst die Hoffnung, dass Gottes Verheißungen stärker sind als Angst, Gewalt und Spaltung.“

Mit seiner Predigt verbindet der Auslandsbischof die Erfahrungen aus seiner internationalen ökumenischen Arbeit mit der Lebenswirklichkeit einer hessischen Region, in der seine eigenen familiären Wurzeln liegen. So wird deutlich, dass die großen Fragen von Frieden, Versöhnung und Gottes Treue nicht nur in Jerusalem, sondern auch in den Gemeinden vor Ort ihren Platz haben.