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Pfarrer Holger Becker in Merlau verabschiedet

Wunscherfüllungs-Tüte statt Achterbahnfahrt

StenderElke und Holger Becker reich beschenkt umgeben von (v.l.) Hans-Gerd Schneider, Dekan Norbert Heide,Propst Matthias Schmidt, Pfarrerin Verena Reeh und Ortrud TheißElke und Holger Becker reich beschenkt umgeben von (v.l.) Hans-Gerd Schneider, Dekan Norbert Heide,Propst Matthias Schmidt, Pfarrerin Verena Reeh und Ortrud Theiß

Nach fast 13 Jahren als Pfarrer in Merlau und Flensungen verabschiedete sich Pfarrer Holger Becker am Sonntag von seinen Kirchengemeinden. Propst Matthias Schmidt entpflichtete ihn in einem Gottesdienst, der auch als Stream im Internet angeboten wurde.

StenderPfarrer Becker auf der KanzelSo sieht er ohne Maske aus: Holger Becker auf der Kanzel

Nicht nur die Holzbank mit Tisch, die demnächst den Garten der Beckers in Weitershain zieren dürfte, auch die vielen weiteren Geschenke der Kirchenvorstände waren Zeichen der Verbundenheit und des Vertrauensverhältnisses, das den Seelsorger mit seinen Leitungsgremien verband. Die Abschiedsworte, die der Merlauer Kirchenvorstandsvorsitzende Hans-Gerd Schneider und seine Flensunger Kollegin Ortrud Theiß  ihrem Pfarrer mit auf den Weg gaben, dürften ihm beim Auspacken der Geschenke noch lange nachklingen.

"Immer an einem Strang gezogen"

Von Freundschaft und Kameradschaft war da die Rede, von der Hartnäckigkeit, mit der man vor 13 Jahren durchsetzte, dass Becker nach der Vakanzvertretung die Pfarrstelle übernehmen konnte. Die oberhessische Sturheit habe sich ausgezahlt für die Gemeinden. Man habe einen Pfarrer bekommen, der auch einmal zu Schraubenzieher und Hammer griff, der mit „Herzlichkeit, Selbstlosigkeit und Einsatz“ seine Aufgaben als Seelsorger in den beiden Gemeinden wahrnahm. Mit dem „aufrechten Oberhessen“, der mit seiner klaren Haltung auch bei manchen anecken konnte, habe man immer an einem Strang gezogen. Sie dankten auch Elke Becker für ihren Einsatz besonders in der Frauenarbeit. Mit Blick auf Beckers Nachfolgerin Verena Reeh drückten sie ihre Hoffnung aus, die mit Becker so positiv erlebte Teamarbeit fortsetzen zu können.

Nach den Dankesworten aus den beiden Kirchenvorständen versicherte der scheidende Pfarrer gerührt, es sei immer sein größter Berufswunsch gewesen, als Oberhesse Pfarrer in einer oberhessischen Gemeinde zu werden.

Pfarrer und Sportschütze

Propst Schmidt ging auf das ungewöhnliche Hobby des Seelsorgers und seiner Frau ein. Bei seiner Recherche vor der Verabschiedung sei er auf viele Artikel gestoßen, in denen beider Weg als erfolgreiche Sportschützen nachzuverfolgen sei. Zu den Erfolgen habe auch sein Vorgänger Klaus Eibach gratuliert. Und dessen Propstkollege Michael Karg sei mit den Worten zitiert worden, es sei erfreulich, einen Pfarrer auch einmal in Sportkleidung in der Zeitung zu sehen. Den Talar zog Becker nach dem Studium in Marburg als Vikar in der Wiechern-Gemeinde Gießen an. Dort habe er sich in der Arbeit in einem sozialen Brennpunkt bewährt. Nach dem Spezialvikariat, das ihn auch in die Gefängnisseelsorge führte, wurde er 1989 in Watzenborn-Steinberg ordiniert. Dort blieb er fünf Jahre und ging dann für sieben Jahre in den Schuldienst. Von der Landgraf-Ludwig-Schule wechselte der Vater dreier Söhne 2007 in den Gemeindedienst und wurde 2008 Pfarrer in Merlau und Flensungen.

Keine Achterbahnfahrt mit dem Dekanatssynodalvorstand

Bevor Becker auf seiner "Un-Ruhestandsbank" Platz nehmen durfte, musste er die Stufen zur Flensunger Kanzel auf Anweisung des Grünberger Dekans Norbert Heide noch mehrmals auf- und abgehen. Sie stünden für die Achterbahnfahrt durch den Dschungel der Ansprüche an einen Pfarrer, erklärte Heide, eine Fahrt, auf der Becker Schönes und Schweres begegnete. Auf dieser Fahrt habe es Schönes und Schweres gegeben. Die eigentlich als Geschenk des Dekanatssynodalvorstands geplante gemeinsamen Achterbahnfahrt auf einem Weihnachtsmarkt müsse ja leider ausfallen. Deshalb überreichte der Dekan im Namen des Leitungsgremiums, dem Becker angehörte, eine gut gefüllte Wunscherfüllungstüte.

Nachfolgerin Verena Reeh ist schon da

In der Flensunger Kirche saßen mit Masken und den gebotenen Abständen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinden, die Mitglieder der Kirchenvorstände, Beckers Ehefrau Elke, Dekan Norbert Heide, und Verena Reeh. Sie ist die Nachfolgerin des scheidenden Seelsorgers, der nach dem Gottesdienst schon einmal auf seiner von den Kirchenvorständen geschenkten „Unruhebank“ Platz nehmen durfte. Das Ehepaar Katharina und Andreas Tröster sorgte mit Orgel und Saxophon von der Empore aus für die musikalische Seite des Gottesdienstes.

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