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Schulöffnung in Hessen

Wiedersehensfreude in evangelischer Schule

skynesher/istockphoto.comSchüler im Klassenraum melden sichSchüler im Klassenraum melden sich

Die ersten Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen in weiterführenden Schulen besuchen wieder die Schulen vor Ort in Hessen. In Rheinland-Pfalz sind zusätzlich die Viertklässler dabei. Auch in evangelischen Schulen wie dem Laubach-Kolleg öffnen sich allmählich die Klassentüren. Wie empfinden die Jugendlichen den Schul-Neustart?

Das Laubach Kolleg der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau füllt sich wieder mit Schülerinnen und Schülern. Seit dem 27. April 2020 sind die Türen des Gymnasiums in Mittelhessen wieder geöffnet. Dabei wirkt die Schule porentief rein – auch wenn das besondere Maßnahmen mit sich zieht. Nach jeder Doppelstunde, also in jeder Pause, werden alle Türgriffe, Türklinken und Tische gründlich desinfiziert. Die Schülerinnen und Schüler verteilen sich derweil auf dem Außengelände der Schule - stets mit zwei Metern Sicherheitsabstand zueinander. Am Eingang stehen Desinfektionsmittel und Schutzmasken bereit.

 

Zwiespalt: Freude und Angst.

Für die Schülerinnen und Schüler ist das trotzdem eine bizarre Situation. Der Speisesaal ist geschlossen. Die Sporthalle auch. Selbst der Schulkiosk hat zu. „Ich bin ein wenig skeptisch demgegenüber, weil viele ja noch mit Risikopatienten im Kontakt sind“, sagt Oberstufenschülerin Nynke van de Woude. Viele Schülerinnen und Schüler sind jedoch auch erleichtert wieder in die Schule gehen zu können, anstatt selbstständig von zu Hause aus zu lernen. So auch Rico Severin „Es ist schon vorteilhaft. Man hat den Kontakt auch irgendwo vermisst“.

 

Schule mal anders

Für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrkräfte ist das eine ganz neue Herausforderung. Keine Gruppenarbeiten mehr, keine Partnerarbeiten. Stattdessen viel Einzelarbeit und direkter Austausch mit der Lehrkraft. Das fordert viele neue Lernkonzepte. Auch von Lehrerin Helena Schardt. Sie unterrichtet Englisch und Geschichte am Laubach Kolleg. „Es ist jeden Tag sehr herausfordernd. Man muss sich jeden Tag sehr flexibel darauf einstellen“. Dabei unterrichtet die Lehrerin ihren Englisch Leistungskurs nicht nur im Präsenzunterricht, sondern für ihre Schülerin Sarah Weber auch digital.

 

Zu Hause und doch im Klassenraum

Während ihre Klasse in der Schule ist, bleibt sie zu Hause. Sarah Weber erklärt: „Ich kann nicht wirklich in die Schule gehen, weil meine Großeltern bei mir im Haus leben und sie leider zu der Risikogruppe gehören“. Doch am Unterricht nimmt sie trotzdem teil: Digital, per Videoschalte. So steht zwischen den Lernenden im Klassenraum auch ein Tablet. Während sich die Mitschülerinnen und Mitschüler im Klassenraum melden, meldet sich Sarah vor dem Bildschirm. Das ist aber nicht immer problemlos möglich „sobald es z.B. einen Schüler gibt, der keinen Internetzugang hat oder kein Endgerät, dann ist es schwierig“.

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