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Weihnachtsmärkte

Wie steht es um die Diskussion über die frühe Öffnung der Weihnachtsmärkte?

Esther StoschLebkuchenherzenLebkuchenherzen auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt

Weihnachtsmärkte finden Anklang in der EKHN. Doch in den letzten Jahren hatten Kirchenvertreter in Frage gestellt, ob die Märkte bereits vor dem Buß- und Bettag oder dem Ewigkeitssonntag öffnen müssen. Inzwischen hat sich einiges getan.

Auf ihrer facebook-Seite hatte die „CityAlm“ schon am 2. November 2018 verkündet: „Es ist soweit und ab sofort ist Frankfurts Rooftop-Weihnachtsmarkt wieder für euch geöffnet!“ Seitdem erwartet die Besucherinnen und Besucher „rustikale Kost, frisch gezapftes Bier vom Fass, Almfeeling“. Die großen Weihnachtsmärkte am Frankfurter Römer und in Darmstadt öffnen allerdings erst am 26. November. Grundsätzlich finden Weihnachtsmärkte auch Anklang bei Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen Kirche. „Die Evangelische Kirche will keine Spaßbremse sein. Es ist schön, wenn es in der Adventszeit Märkte gibt, auf denen Menschen zusammenkommen, essen, trinken und miteinander reden oder ihre Besorgungen für Weihnachten erledigen“, so Pfarrer Volker Rahn, Pressesprecher der EKHN (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau).

Zeit zum Innehalten rund um den Ewigkeitssonntag

Doch der frühe Start mancher Märkte wie 2018 in Limburg oder  Rüdesheim weckt auch Kritik. „Vor dem Advent liegt eine stille Zeit im Jahreslauf mit Volkstrauertag, Buß- und Bettag und dem Ewigkeitssonntag“, erklärt Pfarrer Rahn. Er betont: „Als evangelische Kirche plädieren wir dafür, die Besonderheiten des kirchlichen Jahreskreises einzuhalten. Eine künstliche Ausweitung der Adventszeit beschädige diesen wichtigen Takt, der vielen Menschen und  dem Kirchenjahr Struktur gebe. „Wenn man die Adventszeit immer weiter ausdehnt, geht auch das Besondere verloren, warnt Rahn. Der EKHN-Pressesprecher erinnert zugleich: „Wir brauchen gemeinsame Zeiten des Gedenkens an die Opfer der vergangenen und jetzigen Kriege, des Nachdenkens über unseren persönlichen und gesellschaftlichen Lebensstil und des Gedenkens an verstorbene Angehörige und Freunde.“ Gerade rund um den Ewigkeitssonntag gehe es ums Innehalten und Nachdenken und „nicht um Remmidemmi und Budenzauber.“

Veranstalter zeigen Verständnis

Dieses Anliegen scheint den Veranstaltern der Weihnachtsmärkte im Gebiet Hessen-Nassaus präsent zu sein. In diesem Jahr öffnen die meistern Märkte erst nach dem Ewigkeitssonntag: Am Frankfurter Römer und dem Darmstädter Schloss wird am 26. November geöffnet, am Wiesbadener Schossplatz am 27.11 und in Gießen geht es erst am 30.11 los. Der Wunsch der Kirchen ist auch den Veranstaltern der „CityAlm“ bewusst. „An diesem Sonntag haben wir wegen des Totensonntags den Weihnachtsmarkt und die Hütte geschlossen“, erklärt Mara Drognitz, zuständig für die Organisation des Marktes bei der CKK Projekt GmbH in Neu-Isenburg. Auch an Heiligabend und dem ersten Weihnachtsfeiertag sei geschlossen. 

„Das ist ein positives Signal“, freut sich Pfarrer Rahn. Doch aus seiner Sicht sollten auch die anderen November-Tage wie der Buß- und Bettag vor dem Advent sowie der zweite Weihnachtsfeiertag besinnlich begangen werden.

Lösungsidee bezieht die Zeit zwischen den Jahren ein

Aber auch die EKHN signalisiert Verständnis. Um die Umsatzeinbußen auszugleichen, die oft kleine Familienbetriebe träfen, macht der EKHN-Pressesprecher deshalb einen Vorschlag: „Damit Schausteller und Marktstandbetreiber auch auf ihre Kosten kommen, könnten die Märkte auch nach Weihnachten zwischen den Jahren geöffnet werden.“ Aus dem Weihnachtsmarkt könne ein Wintermarkt werden. Dann würden eventuell weniger Weihnachtsgeschenke verkauft, aber viele Menschen hätten Zeit und würden sicher gerne manche Zeit dort verbringen, essen und trinken und auch manches kaufen – ganz ohne Vorweihnachtsstress.“ Rahn macht darauf aufmerksam, dass diese Idee bereits funktioniert: „Das Modell gibt es beispielsweise in Kassel, wo der Markt bis zum 30.12. läuft.“ Auch der Frankfurter Cityxmas-Markt soll nach einer einwöchigen Auszeit in der ersten Januarwoche bis März 2019 offen bleiben.

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