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Laubacher Kirchengemeinde schickt Adventskoffer auf die Reise

Wer nimmt Maria und Josef auf?

Stephan EbeltMaria und Josef gehen auf eine ungewisse ReiseMaria und Josef gehen auf eine ungewisse Reise

Maria und Josef sind seit Samstag, den 1. Dezember, in Laubach auf dem Weg nach Bethlehem. Bei der Andacht zum Adventsmarkt wurden die beiden entsandt und suchen, als Krippenfiguren eingepackt in einen „Adventskoffer“, bis zum 23. Dezember immer wieder neue Herbergseltern.

„Stellen Sie sich vor: Mitten im Advent stehen Maria und Josef vor der Tür. Sie klingeln, sie bitten um eine Übernachtung, am nächsten Tag wollen sie weiter nach Bethlehem. Was so seltsam klingt, soll in Laubach mit dem Adventskoffer Wirklichkeit werden“, beschreibt Pfarrer Stephan Ebelt die außergewöhnliche Aktion.

Deshalb kann es den Laubachern in der Adventszeit passieren, dass plötzlich ein Unbekannter vor der Tür steht und einen Koffer für einen Tag und eine Nacht zur Aufbewahrung geben will. „Oder eine Fremde kommt mit einem Koffer in der Hand auf Sie zu und möchte Ihnen den Koffer für diesen Zeitraum anvertrauen“, so der Pfarrer.

„Im Koffer befinden sich Maria und Josef als Krippenfiguren. Sie sind unterwegs und bitten für eine Nacht um ein Quartier“, erklärt Pfarrer Ebelt weiter. Und was geschieht in dieser Nacht? Die „Herbergseltern“ können Maria und Joseph aus dem Koffer nehmen, ihnen einen Platz am Esstisch oder in der guten Stube gewähren und mit ihnen „ins Gespräch“ kommen. Ein „Hinweisblatt“ im Koffer gibt dazu Anregungen.

Der Adventskoffer ist ein Wagnis, findet der Pfarrer. Schließlich kann man nicht davon ausgehen, dass er immer eine Unterkunft finden wird. Möglicherweise wird er auch verloren gehen. All das wurde in Laubach vor der Aktion bedacht. „Aber warum sollen wir es nicht wagen, Maria und Josef für einen Moment für sich und zu uns sprechen zu lassen? Wer weiß, vielleicht schaut Gott als Engel herab und freut sich über das offene Haus, die offene Tür, das offene Herz“, beschreibt Pfarrer Ebelt seine mit der Aktion verbundene Hoffnung.

Am Tag darauf soll der Koffer an andere Menschen weiter gereicht werden - an Freunde, in die Nachbarschaft oder an Fremde.  „Bitten Sie für Maria und Joseph um Obdach – für eine Nacht. Und wenn beide eine Unterkunft erhalten haben, ist der nächste dran den Koffer mit den Figuren weiterzureichen in das nächste Haus“, fordert Ebelt die Laubacherinnen und Laubacher auf.

Endstation für den Koffer mit Maria und Josef soll die Laubacher Stadtkirche sein. Dort sollen sie am Sonntag,  den 23.12. um 18 Uhr in der ankommen, rechtzeitig zur Christvesper am Heiligen Abend. Nicht nur der Pfarrer und der Kirchenvorstand sind gespannt, ob die beiden dann auch wirklich da sind. Auch die vielen „Herbergseltern“ wollen dann bestimmt dabei sein und erfahren, wo sich das Paar in der Adventszeit aufgehalten hat.  

 

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