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Gottesdienst der Notfallseelsorge

Treibstoff aus der spirituellen Tankstelle

StenderMenschen im Halbkreis vor Säulen einer KirchenruineLandrätin Anita Schneider beim Grußwort in der Arnsburger Kirchenruine

Regelmäßig bietet die Notfallseelsorge in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ihren Haupt- und Nebenamtlichen in einem Gottesdienst die Gelegenheit „geistlich aufzutanken“. Diesmal bildete die Kirchenruine in Kloster Arnsburg den Rahmen für eine Feier, in der es um die Frage ging: „Was stärkt uns?“

Eingeladen zur „Spirituellen Tankstelle“ hatte Dekan Hans-Theo Daum, Leiter der Notfallseelsorge im Landkreis Gießen. Er zeigte sich erfreut über den großen Kreis von Männern und Frauen, die sich auf den Weg nach Kloster Arnsburg gemacht hatten, darunter zum Beispiel aus Wiesbaden Pfarrer Andreas Mann, Leiter der Notfallseelsorge in der EKHN. Nicht so weit hatte es Landrätin Anita Schneider, die in einem Grußwort die Bedeutung der Notfallseelsorge für die Betroffenen von Krisen und Unglücksfällen, aber auch für die Rettungs- und Einsatzdienste hervorhob. Sie lobte das ehrenamtliche Engagement und dankte für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis.  

Erfahrungen mit Resilienz

Von mehreren Seiten und aus unterschiedlichen Perspektiven nahmen Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger aus der großen Runde das Thema „Was stärkt uns?“ unter die Lupe. Sie schauten dabei besonders auf den Begriff der Resilienz. Der Begriff, erläuterte der Psychologe Max Roth, komme eigentlich aus der Physik und beschribe die Kraft, mit der etwas wieder in seinen Ursprungszustand zurückkommt. Menschen, die Frustrationen aushalten, in Krisensituationen trotz allem einen Sinn finden, nenne man resilient. Dieser Sinn entstehe auch durch Gemeinschaft, durch das Gefühl „ich mache etwas nicht für mich, sondern für andere“. Als stärkende Gruppenerfahrung habe er persönlich den Notfallseelsorge-Kurs im Juni erlebt.

"Ich alleine" funktioniert nicht

Immer alles allein schaffen zu wollen, sei gerade in der Notfallseelsorge „Selbstüberschätzung“, hat Jörg Mackel erfahren. Wenn „ich alleine“ nicht funktioniere, so sein persönliches Konzept für Resilienz, „habe ich jetzt immer jemanden, den ich anrufen kann“.

Alleine geht nicht und Resilienz ist trainierbar. Davon ist Kathrin Kokowski-Emetz aus eigener Erfahrung heraus überzeugt. Das gibt sie jetzt in der Begleitung von Krebspatienten weiter.

Hoffnung gegeben im Ahrtal

An einem ganz konkreten Beispiel aus ihrem kürzlichen Einsatz im Rahmen des Katastrophenschutzes in einem Dorf im Ahrtal machte Nicole Grloci ebendies deutlich. Allein dadurch, dass man Menschen das Gefühl gegeben habe, dass sich jemand um sie kümmere, hätten diese wieder Hoffnung gefunden.

Hans-Theo Daum fügte den persönlichen Berichten aus dem großen Stuhlkreis in der Kirchenruine noch die tragende und stärkende Zusage hinzu: „Ich bin angesehen bei Gott.“

Musikalisches Additiv

Mit subtilem Gitarrenspiel, sich daran anschmiegender Gesangsstimme und den feinen Melodiebögen der Querflöte fügten Lasse Loytinoya, Anna Daum und Susanne Köhler dem Treibstoff der spirituellen Tankstelle noch ein wirkungsvolles musikalisches Additiv hinzu.

 

 

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