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2018 zweiter AG-Kirchentag in Lich

Synode: Weniger Pfarrstellen und mehr Kooperation

StenderEng zusammengerückt waren die Synodalen in GrünbergEng zusammengerückt waren die Synodalen in Grünberg

Die Kirchengemeinden in den Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg müssen ab Ende 2024 mit zweieinhalb Pfarrstellen weniger auskommen. Der Grünberger Dekan Norbert Heide und die stellvertretende Dekanin im Dekanat Hungen, Barbara Lang, stellten den Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden bei der gemeinsamen Herbstsynode am Freitagabend den aktuellen Stand der Diskussion vor.

In der Frühjahrssynode war eine zwölfköpfige Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus den drei Dekanaten gebildet worden, die seitdem Überlegungen anstellt, wie die seelsorgerische Versorgung der Kirchengemeinden mit 37 statt gegenwärtig mit 39,5 Pfarrstellen. Diese Kürzung verlangt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) angesichts der sinkenden Kirchenmitgliederzahlen. In die Bemessung fließen zu 80 Prozent die Zahl der Gemeindeglieder und zu 20 Prozent die Fläche einer Kirchengemeinde ein.

Zusammenarbeiten

Während in der Vergangenheit die Dekanatssynodalvorstände (DSV) über die Umsetzung der Vorgaben der Landeskirche bei der Besetzung von Pfarrstellen entschieden, muss jetzt die Synode den entsprechenden Beschluss fassen. Die Arbeitsgruppe arbeitet deshalb gegenwärtig an verschiedenen Szenarien, in die auch die Vorstellungen der Kirchengemeinden einfließen sollen. Wenn auch am Freitag noch nichts entschieden wurde, ist klar, dass die Gemeinden in Zukunft mehr Möglichkeiten zur Zusammenarbeit nutzen müssen. Das kann in sogenannten pfarramtlichen Verbindungen geschehen, in denen sich Kirchengemeinden einen Pfarrer oder eine Pfarrerin teilen, ansonsten aber selbständig weiter arbeiten. Auch der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Kirchengemeinden zu einer größeren Einheit mit einem gemeinsamen Kirchenvorstand ist denkbar. Eine andere Möglichkeit ist die Schaffung von Kooperationsräumen. Hier arbeiten mehrere Pfarrer/Pfarrerinnen in einer Gruppe von Gemeinden und verteilen die Aufgaben in Abstimmung mit den Kirchenvorständen. Bis zur Verabschiedung des Pfarrstellenplans bei der Frühjahrssynode 2019 können diese Vorschläge noch diskutiert werden.

Gemeindepädagogik neu gedacht

Kooperation steht auch bei der Neukonzeption des Gemeindepädagogischen Dienstes in der Dekanats-AG im Vordergrund. Doris Wirkner, Inhaberin der Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung und Bildung, referierte über den aktuellen Stand der Arbeitsgruppe, in der auch die Weiterentwicklung des Bereichs (Erwachsenen-)Bildung und Arbeit mit Zielgruppen Thema ist. Diese Arbeitsgruppe befindet sich ebenso in der Phase der Bestandsaufnahme wie die Gruppe, die sich auf die Suche nach einem Standort für das neue Großdekanat gemacht hat. Wegen der guten Verkehrsanbindung sind derzeit Reiskirchen, Lich und Grünberg in der engeren Wahl. Die Optionen Bauen, Mieten oder Kaufen eines geeigneten Objektes würden zur Zeit näher geprüft, berichtete der Kirchberger Dekan Hans-Theo Daum. Abhängig von der Wahl des Standorts ist die Wahl des Namens für das fusionierte Dekanat. Die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Angela Stender, stellte Vorschläge vor, die als Ergebnis der Online-Aktion „Das Dekanat, das meinen Namen trägt“, gemacht worden waren. Demnächst sollen auch die Kirchenvorstände um Ideen gebeten Nach wie vor werden unter der Email-Adressen der-beste-name@gmx.de Vorschläge entgegengenommen.

Pfarrerin Cordula Michaelsen erinnerte die Synodalen an ihre Aktion „Damit aus Fremden Freunde werden“. Dabei sollen sich Gemeinden aus den drei Dekanaten zum besseren Kennenlernen gegenseitig besuchen. Sie hofft auf weitere Anmeldungen aus den Gemeinden.

AG-Kirchentag

Gelegenheit zur Begegnung und zum weiteren Kennenlernen wird der zweite Kirchentag der AG-Dekanate sein, der am Samstag, den 31. August 2019 auf dem Platz an der Licher Marienstiftskirche stattfindet. Er steht im Zeichen des Jahresthemas der Dekanate für 2019 „Grenzen - braucht der Mensch, braucht kein Mensch?“. Laut Dr. Angela Stender, die die Synodalen in das Thema einführte, passt es zum Fusionsprozess, über die Ambivalenz, die Veränderlichkeit und die Notwendigkeit von Grenzen nachzudenken. In der Bibel gebe es viele Stellen, an denen von Grenzen die Rede ist, persönlich setze man sich Grenzen oder versuche Grenzen zu überschreiten. Im Jahr 2019 spiele auch die Überwindung unüberwindlich geglaubter Grenzen eine Rolle. Am 9. November ist der Mauerfall 30 Jahre her. Damit böten sich für die Dekanate, Gemeinden und Gruppen thematische Anknüpfungspunkte für Gottesdienste, Veranstaltungen und Aktionen, führte Stender aus. Auch der Empfang der Dekanats-AG für das neue Kirchenjahr am 1. Dezember 2018 in Kloster Arnsburg befasst sich mit diesem Thema. Pfarrer Martin Drusel, Seelsorger bei der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen, spricht um 18 Uhr zum Thema „Ist die Freiheit unter den Wolken grenzenlos?“

Dekanatssynoden

Die erfreuliche aktuelle Entwicklung in der Dorfschmiede Freienseen war Thema bei der anschließenden Versammlung der Synode des Dekanats Grünberg. Die Synodalen erfuhren von dem Gutachten, das der Dorfschmiede ein solides finanzielles Fundament bescheinigt. Zur Rettung des Projekts in dem Laubacher Ortsteil hatte die Synode im Herbst 2017 und im Frühjahr 2018 jeweils 50.000 Euro bewilligt.

Präses Annette Vogel berichtete aus der Arbeit des Dekanatssynodalvorstandes und Dekan Hans-Theo Daum informierte die Kirchberger Synodalen unter anderem über die aktuelle Situation in der Jugendwerkstatt Gießen. Auch in der Synode des Dekanats Hungen stand der Jahresbericht von Dekanin Barbara Alt auf der Tagesordnung.

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