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Großes Interesse an Filmsoiree in Grünberg

Solidarität mit den Frauen in Simbabwe

StenderDrei Frauen im GesprächSekt oder Roibuschtee hieß es vor dem Film "Flame"

Auf großes Interesse stieß die Filmsoiree im Vorfeld von Weltgebetstag und Weltfrauentag im Grünberger Kino. Rund 80 Frauen und auch einige Männer nutzten am Freitag das Angebot der evangelischen Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg und des Weltladens Grünberg, sich bei Sekt, Roibuschtee und Leckereien über das diesjährige Weltgebetstagsland Simbabwe zu informieren.

StenderDrei Frauen vor Bild, die mittlere mit MikrofonBegrüßung mit Doris Wirkner, Barbara Alt und Marianne Renz

Dekanin Barbara Alt erinnerte an den Grundgedanken  hinter den Weltgebetstagen: Es gehe darum, informiert zu beten. Durch den Fokus auf ein Land und das Leben der Frauen in dem jeweiligen Land kämen immer wieder besondere Themen in den Blick. Sie warb für die Gottesdienste am Weltgebetstag, den 6. März: „Lassen Sie sich überraschen!“

Frauen besonders betroffen

Doris Wirkner, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung und Bildung der evangelischen Kirche richtete den Blick auf die Lage der Frauen im Weltgebetstagsland Simbabwe. In einem Land, in dem 80 Prozent der Menschen ohne Arbeit sind, in dem das Gesundheitswesen nicht funktioniere, Aids-Erkrankungen und HIV-Infektionen weite Teile der Bevölkerung betreffen, seien besonders die Frauen die Leidtragenden. Unbezahlte Sorgearbeit, fehlende Kinderbetreuung und mangende Wasserversorgung seien nur einige der Probleme, mit denen sie tagtäglich konfrontiert seien. Auch um die Situation der Frauen zu verbessern, sei es notwendig die Petition nach Umwandlung der Staatsschulden Simbabwes in ein Gesundheitsprogramm „Gesundheit statt Schulden“ zu unterstützen. Im Foyer des Kinos lag eine Unterschriftenliste aus.

Solidarität durch fairen Handel

Marianne Renz, Leiterin des Weltladens Grünberg, wies darauf hin, wie Projekte des fairen Handels die Situation von Menschen verbessern kann. Roibuschtee, dessen Produktion in Südafrika angeschoben und gefördert wurde, sei ein gutes Beispiel dafür. Wer Produkte aus fairem Handel erwerbe, erkläre sich mit den Menschen, die diese Produkte herstellen, solidarisch.

Frauen kämpften im Bürgerkrieg

Einen drastischen Einblick in das Leben von Frauen in Simbabwe gab der Film „Flame“. Darin geht es um das Schicksal von zwei Frauen in und nach dem langen Bürgerkrieg, der aus Rhodesien Simbabwe machte.  In der Folge entwickelten sich Korruption und Misswirtschaft, die einer positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung bis heute entgegenstehen. Die Liturgie der Gottesdienste am kommenden Freitag macht auf diese Herausforderungen aufmerksam. Sie lässt aber auch die Hoffnung spüren, die sie damit verbinden, wenn Menschen weltweit am selbenn Tag ihre Lieder singen und ihre Gebete sprechen.

Informiert beten in den Gottesdiensten am 6. März 2020

Dekanat Grünberg

Dekanat Hungen

Dekanat Kirchberg

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