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Kirchenpräsidet schreibt Gemeinden

Pandemie-Jahrestag: „Trauer, Dank, Vergebung und Neuorientierung nötig“

EKHN/RahnKirchenpräsident Volker Jung vor der Kirchenverwaltung in Darmstadt mit Maske in der Corona-PandemieKirchenpräsident Volker Jung vor der Kirchenverwaltung in Darmstadt mit Maske in der Corona-Pandemie

Zum Jahrestag des ersten Lockdowns in der Coronakrise hat sich Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung an die Gemeinden gewandt. Er regt eine Beteiligung am nationalen Gedenktag im April an und kündigt ein Hoffnung verbreitendes Schreiben an alle Kirchenmitglieder zu Ostern an.

Zum Jahrestag der Ausrufung der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung am Freitag in einem Schreiben an die rund 1.100 evangelischen Gemeinden im Kirchengebiet zwischen Biedenkopf und Neckarsteinach gewandt. Vor einem Jahr schlossen am 16. März daraufhin beispielsweise Schulen in Hessen und Rheinland-Pfalz. Jung regt in dem aktuellen Brief an, sich mit Gottesdiensten vor Ort am bundesdeutschen Gedenken für die Opfer der Corona-Pandemie am 18. April zu beteiligen. In rheinland-pfälzischen Worms soll dazu eine Feier für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) stattfinden, die per Internet übertragen werden soll. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte zuletzt zu einem landesweiten Gedenken aufgerufen.

 

Hoffnungsbotschaft per Post an alle Kirchenmitglieder

Gleichzeitig kündigte Jung an, dass sich die hessen-nassauische Kirche zum bevorstehenden Osterfest mit einem persönlichen Brief an die rund 1,5 Millionen Mitglieder wenden werde. Angesichts der anhaltenden Pandemie-Lage wolle die Aktion unter dem Motto „Osterhoffnung“ ein positives Signal für die Menschen setzen. Jung nehme wahr, dass trotz neuer Perspektiven wie zunehmender Impfungen, „die Zeit jetzt sehr schwierig ist“. Die innere Anspannung und die Belastungen blieben beispielsweise in Familien oder bei Menschen hoch, die um die berufliche Existenz bangen. Kirche könne, auch im kritischen Blick auf die Bewältigung der Corona-Krise einen Beitrag dazu zu leisten, dass „wir im Umgang miteinander nicht kritiklos sind, aber auch genau wahrnehmen und zeigen, was es bedeutet, wenn Menschen zu Fehlern stehen und barmherzig sind“.

 

Pandemie bleibt Herausforderung für den Glauben

Nach Worten Jungs ist die Corona-Pandemie auch eine „Herausforderung für den Glauben“. Der christliche Glaube beantworte zwar nicht alle Fragen in der Krise wie etwa die nach dem „Warum“ des Leids beantworten. Er gebe aber „Halt und Kraft“ im Leben. Jung verwies dabei auch auf die „Geduld als geistliche Gabe und Tugend“ hin. In der aktuellen Lage könne es helfen, „Gott um die Gabe der Geduld zu bitten“, um aus dem „Glauben heraus Hoffnungsperspektiven zu gewinnen“. Jung: „Das ist es, worum es jetzt geht. Für die Zeit der Pandemie und die Zeit danach, die hoffentlich bald kommt.“  Dazu gehöre, auch dem Gedenken und der Trauer Raum zu geben und zugleich zu fragen, „wie ein Weg zurück ins Leben aussehen kann. Jung: „ Der wird nicht einfach sein, weil ein einfaches ‚Weiter-wie-vorher‘ nicht geht. Es wird Räume brauchen für Vergebung, für Dank und für ‚Neuorientierung.“ 

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