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Viel Lob für den Weltladen beim fünften Geburtstag

Mit Engagement und Gottvertrauen

StenderMarianne Renz, Doris Wirkner, Landrätin Anita Schneider, Bürgermeister Frank IdeMarianne Renz, Doris Wirkner, Landrätin Anita Schneider, Bürgermeister Frank Ide

Vertrauen in die gute Idee, eine große Zahl ehrenamtlicher Mitstreiter, großzügige Freunde und ein geduldiger Vermieter. So lässt sich die Grundlage für den Erfolg des Weltladens Grünberg zusammenfassen, der zur Feier seines fünfjährigen Bestehens eine große Zahl Wegbegleiter in die Schirn des Grünberger Fachwerk-Rathauses eingeladen hatte.

Bis 2013 hatte Marianne Lenz fair gehandelte Produkte mit Unterstützung der dortigen Kirchengemeinde in Lumda angeboten. Doch dann ergab sich für den im August 2013 gegründeten Weltladen-Verein die Möglichkeit, Geschäftsräume in der Kernstadt anzumieten. Dass zur Fairtrade-Town auch ein Laden gehören müsse, in dem faire Produkte verkauft werden, diese Einsicht konnte Marianne Renz dem Grünberger Bürgermeister Ide schnell vermitteln. Der Vermieter zeigte sich geduldig mit den ehrenamtlichen Gründern vom Weltladen, die noch das notwendige Gründungskapital sammeln mussten. Noch heute ist Marianne Renz erstaunt und erfreut darüber, wie viele Menschen zum Teil hohe Summen in das Projekt investierten, das im Herbst 2013 seine Türen öffnete.  40.000 Euro, hatte man Marianne Renz gesagt, wären als Grundkapital nötig. Doch durch die Unterstützung aus Kirchengemeinden, die Geduld von Lieferanten und mit einer guten Portion Gottvertrauen habe man diese Summe nie gebraucht.

Womöglich lag es auch an der Überzeugung von Marianne Renz und ihren 15 ehrenamtlichen Mitstreitern und Mitstreiterinnen, die Dinge nicht so lassen zu können, wie sie sind. Daüber dachte Pfarrer Dr. Jochen Walldorf in seiner Andacht nach und fügte die Weltladenidee in die Reihe der Visionen für eine bessere Welt ein.

Von Anfang an sollte der Grünberger Weltladen mehr sein als ein Geschäft mit fairen Produkten, hob Doris Wirkner, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung und Bildung bei der evangelischen Kirche, in ihrer Moderation hervor. Die Information über die Länder, aus denen die Waren in den Regalen kommen, über den Welthandel und über die Produkte selbst, sind ebenso wichtig wie der Verkauf. Schüler- und Konfigruppen, Frauen- und Seniorengruppen nutzen dieses Angebot mittlerweile regelmäßig. Auch die Ausstellungen und Aktionen des Weltladen-Vereins verschaffen der Idee des fairen Handelns in Grünberg eine breite Basis.

Dieses außergewöhnliche Engagement lobten neben dem Grünberger Dekan Norbert Heide, Bürgermeister Frank Ide, dem katholischen Pfarrer Matthias Wunderle sowie Christine Pflaum vom Verein der hessischen Weltläden auch Landrätin Anita Schneider. Sie kündigte an, dass der Landkreis bald auch in die Reihen der fairen Kommunen aufgenommen werde.

Die Jubiläumsveranstaltung stand unter dem Motto „Wasser, Wein und Schokolade“. Sommelier Michael Sommer brachte den Gästen die Verbindung von Wein und Schokolade (beides natürlich fair gehandelt) näher. Das Wasser stand für das aktuelle Hilfsprojekt des Weltladens, eine UNICEF-Aktion, die den Zugang zu sauberem Trinkwasser überall auf der Welt fordert.

Für die passende Musik zur Geburtstagsfeier sorgten Birgit Kurmis (Keyboard) und Hildegard Lauck-Haarhoff (Flöten).

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