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Synoden bestätigen Pfarrstellenbemessung

Kirchenpräsident predigt beim AG-Kirchentag

EKHNKarte der AG mit PfarrhäusernKarte der AG (Ausschnitt)

Die Weichen für die Pfarrerversorgung ihrer Kirchengemeinden in den nächsten Jahren haben die Mitglieder der Synoden der evangelischen Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg gestellt. Mit ihrem Beschluss bei der gemeinsamen Tagung am Samstag in Hungen haben sie mit großer Mehrheit der Verteilung der 37 Pfarrstellen zugestimmt, die den ab 2022 fusionierten Dekanaten ab Ende 2024 zustehen.

Seit dem vergangenen Jahr hat sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Grünberger Dekans Norbert Heide mit der Verteilung der Pfarrstellen auf die 70 Kirchengemeinden zwischen Gießen und dem Vogelsberg befasst. Die Vorschläge dieser Gruppe gingen zur Genehmigung zunächst an die Landeskirche, bevor sie am Samstag den rund 100 Synodalen in Hungen vorgelegt wurden. Aktuell werden die Gemeinden in den drei Dekanaten noch von 41 Seelsorgerinnen und Seelsorgern betreut. Bis Ende 2022 sollen es dann noch 38 sein. Wenn zunehmend zwei oder mehr Gemeinden von einer Pfarrperson versorgt werden, ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden zunehmend von Bedeutung. Die Landeskirche sieht dafür mehrere Modelle vor, die auch finanziell gefördert werden. Kirchenvorstandsvorsitzende und ihre Stellvertreter können sich bei einer Veranstaltung am 5. April in Daubringen darüber informieren, wie diese Kooperationen gestaltet werden können. Mit der schrittweisen Reduzierung der Pfarrstellen reagiert die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf den Rückgang der Mitgliederzahlen in den Kirchengemeinden.

Auf dem Weg zur Dekanatsfusion werden die drei Dekanate am Samstag, den 31. August dieses Jahres ihren zweiten gemeinsamen Kirchentag feiern. Unter dem Motto „Grenzenlos“ kommen sie rund um die Licher Marienstiftskirche zusammen. Kirchenpräsident Dr. Volker Jung wird an diesem Tag beim Eröffnungsgottesdienst um 15 Uhr predigen. Weiterer Höhepunkt ist die Aufführung des Pop-Oratoriums „Jesaja“ von Hartmut Naumann am Abend in der Marienstiftskirche. Die Dekanatskantorinnen der drei Dekanate stellen dafür Projektchöre zusammen, die gemeinsam mit Band und Solisten auftreten werden. Sängerinnen und Sänger, die dabei mitwirken möchten, sind herzlich willkommen.

Möglicherweise können die Vorbereitungen zum AG-Kirchentag schon über das neue Internet-Portal der EKHN abgewickelt werden, das die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Angela Stender, den Synodalen in ihrem Bericht vorstellte. Das Portal bietet vielfältige Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit, die auch den Kirchenvorständen zur Verfügung stehen werden. Kalender- und Chatfunktionen, aber auch eine Cloudlösung für Dokumente können hier genutzt werden.

Ökumenepfarrer Bernd Apel berichtete unter anderem über seine Tätigkeit in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und den Besuch der Delegation aus der indischen Partnerdiözese Krishna Godavari im vergangenen Jahr.

Bei der Suche nach einem Standort für die Verwaltung des neuen Großdekanats gibt es laut Dekan Hans-Theo Daum (Kirchberg) zwar Fortschritte, aber noch kein konkretes Ergebnis. Dekanin Barbara Alt (Hungen) informierte über die erste Zusammenkunft der Arbeitsgruppe Kirchenmusik, in der die Konzeption der kirchenmusikalischen Arbeit im zukünftigen Großdekanat entwickelt werden soll.

Weitere Themen der Synode waren Anträge an die Kirchensynode der EKHN zum Umgang mit nicht mehr benötigten Pfarrhäusern und zur Kostenübernahme für die musikalische Begleitung bei Trauerfeiern oder Trauungen.

Den hohen Stellenwert von Kirchenmusik und Jugendarbeit spiegeln die vorgesehenen Ausgaben für die beiden Arbeitsbereiche in den Jahresetats der drei Dekanate wieder. Sie stellen jeweils die größten Posten in den Haushaltsplänen für 2019 dar. Die Synoden der drei Dekanate verabschiedeten die Jahresetats im Anschluss an die gemeinsame Tagung in getrennter Sitzung. Demnach wird das Dekanat Grünberg rund 800.000 Euro, das Dekanat Hungen gut 780.000 Euro und das Dekanat Kirchberg knapp 730.000 Euro aufwenden.

    

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