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Neuer Bischof aus Krishna Godavari führt Reisegruppe an

Indische Delegation erlebt religiöse Vielfalt in Oberhessen

StenderBischof Cornelious (4. von rechts) mit Pfarrer Bernd Apel (2. von rechts) und der indischen DelegationBischof Cornelious (4. von rechts) mit Pfarrer Bernd Apel (2. von rechts) und der indischen Delegation

Ökumenepfarrer Bernd Apel verbringt in diesen Tagen viel Zeit am Steuer eines weißen Kleinbusses. Seine Fahrgäste sind sechs Männer und Frauen aus Indien. Darunter der neue Bischof der Partnerdiözese Krishna Godavari im Südosten des Subkontinents, George Cornelious Tantepudi. Mit seiner Frau und vier weiteren Begleitern lernt er derzeit die hessische Partnerregion, die evangelischen Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg, kennen.

Cornelious ist seit Mai dieses Jahres im Amt und lernt nun die deutschen Partner in Oberhessen kennen. Bevor die Gruppe in ihren Gastfamilien in den deutschen Alltag eintauchen konnten, wurden sie in einem dreitägigen Einführungsseminar auf die hiesigen Lebensgewohnheiten und Besonderheiten vorbereitet. „Wie ticken die Deutschen?“ hat Ökumenepfarrer Bernd Apel den ersten Abschnitt dieses Programms genannt. Das war der Auftakt zu drei Tagen im Seminarhotel Jakobsberg in Grünberg, an denen sie außerdem vieles über das religiöse Leben in Deutschland und in der Region, über Ökumene, Arbeitsbereiche der Kirchen und der Kirchengemeinden zwischen Limes und Vulkan erfuhren. „Nebenbei gewöhnten sich die Gäste, die alle zum ersten Mal in Deutschland weilen, an die deutschen Temperaturen und das deutsche Essen“, so Bernd Apel, der in den drei Dekanaten für die Partnerschaftsarbeit mit der südindischen Diözese zuständig ist.  

Während des Besuchs sind die Gäste aus Indien in verschiedenen Gastfamilien untergebracht, bei denen sie sich vom umfangreichen Informations- und Besichtigungsprogramm erholen können, das Ökumenepfarrer Bernd Apel zusammengestellt hat. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Besuche in Schulen. In der Theo-Koch-Schule Grünberg stellt Schulpfarrer und Dekan Norbert Heide den Religionsunterricht vor. Das Laubach-Kolleg steht auf dem Besuchsprogramm, weil es eine Partnerschule in der indischen Diözese hat. Austausch mit Pfarrerinnen, Pfarrern und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war in Dekanatskonferenzen möglich. Thema hier unter anderem: Während die christlichen Kirchen in Deutschland schrumpfen, wachsen sie in Indien – was können die deutschen Kirchen von den indischen lernen?

Austausch gab es auch mit katholischen Gemeinden, den koptischen Christen in Kröffelbach, mit der jüdischen Gemeinde und der türkischen Ditib-Gemeinde in Gießen. Diakonie in Grünberg, Bibelmuseum in Frankfurt – dieser Besuch vermittelt den indischen Gästen einen breiten Einblick in das religiöse und gesellschaftliche Leben in der Region. „In einer Partnerschaft wie der zwischen den drei Dekanaten und der Diözese Krishna Godavari ist es wichtig, dass die Partner sich kennen“, weiß Bernd Apel. Nur so könne das Vertrauen aufrechterhalten werden, dass die Spenden, die aus Oberhessen in die verschiedenen Projekte in Indien fließen, auch ihrem Spendenzweck gemäß verwendet werden.

Seit 1983 besteht die Partnerschaft zwischen den oberhessischen Dekanaten und der Diözese der Church of South India bereits. In dieser Zeit unterstützten die Oberhessen mehrere Gesundheits- und Bildungsprojekte in der Partner-Diözese. Die Partnerschaft wird getragen durch einen Partnerschaftsausschuss, der sich aus Mitgliedern aus den drei Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg sowie aus dem Laubach-Kolleg zusammensetzt. Vorsitzender des Ausschusses ist Ökumenepfarrer Bernd Apel. Die nächste Partnerschaftsreise nach Indien ist für 2020 geplant.

Weitere Informationen unter
www.giessenerland-evangelisch.ekhn.de/arbeitsbereiche/oekumene.html oder bei bernd.apel.oeku@ekhn.de.

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