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Engagement für Flutopfer

Hochwasser: Hessen-Nassau hilft mit Schaufeln, Spenden und Seelsorge

Marcus KleinertAufräumarbeiten im Ahrtal wie hier bei der Winzergenossenschaft Mayschoss nach dem verheerenden Unwetter 2021Aufräumarbeiten im Ahrtal wie hier bei der Winzergenossenschaft Mayschoss nach dem verheerenden Unwetter 2021

Egal ob Kita, Jugendgruppe oder handwerklich begabte Kirchenvorstände: Viele aus Hessen-Nassau wollen in den Flutgebieten weiter helfen. Wer ist gerade im Einsatz?

Knapp drei Wochen nach dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hält das Engagement in der Evangelischen Kirche und Hessen und Nassau (EKHN) für die Betroffenen an. Und das beginnt schon bei den Kleinsten. Am vergangenen Wochenende hatten die Mädchen und Jungen der Kita Morgenstern im rheinhessischen Nierstein zu einem Benefiz-Lauf für die Flutopfer rund um ihren „Matschhügel“ auf dem Gelände der Kindertagesstätte eingeladen. In vielen evangelischen Gemeinden wurden unterdessen besondere Kollekten eingesammelt oder – wie im südhessischen Groß-Zimmern –spontan Kuchen verkauft und der Erlös gespendet.

 

Koordination am Nürburgring mit in Hessen-Nassauer Hand

Gleichzeitig ist die Notfallseelsorge der hessen-nassauischen Kirche im Einsatz für die Betroffenen und Hilfskräfte. So ist die Notfallseelsorge im Landkreis Mainz-Bingen in den von dem Unwetter völlig zerstörten Gebieten vor Ort, um Flutopfern aber auch Einsatzkräften zur Seite zu stehen. Unter ihnen ist auch der evangelische Pfarrer aus dem rheinhessischen Guntersblum, Johannes Hoffmann. Als Leiter der Arbeitsgemeinschaft Ökumenische Notfallseelsorge im Landkreis Mainz-Bingen ist er derzeit in der zentralen Einsatzzentrale für das Katastrophengebiet am Nürburgring als Koordinator für den Einsatz der Notfallseelsorge zuständig.

 

Notfallseelsorge baut Hilfezentrum im Ahrtal mit auf

Über 20 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger aus dem Lahn-Dill-Kreis betreuen zugleich hessische Einsatzkräfte, die aus dem Überschwemmungsgebiet zurückkehren. Sie sind aber auch vor Ort im Einsatz, um die erschöpften Seelsorge-Teams in den Unwettergebieten zu entlasten. Mit dabei unter anderem der Leiter der Notfallseelsorge Lahn-Dill, Pfarrer Eberhard Hoppe und seine Frau, Pfarrerin Annette Hoppe. Sie sind daran beteiligt, ein Notfallseelsorgezentrum in Bad Neuenahr - Ahrweiler zusammen mit der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem Bistum Trier aufbauen.

 

Jugendliche und Kirchenvorstände packen im Ahrtal an  

Unterdessen haben sich Jugendliche aus der ökumenischen Jugendkirche in Selters im Westerwald unter der Leitung von Dekanatsjugendreferent Marco Herrlich auf den Weg nach Mayschoss im Landkreis Ahrweiler aufgemacht. Sie helfen dort bei den Aufräumarbeiten unter anderem auf einem Weingut mit Schaufeln und Besen. Auch Pfarrer Marcus Kleinert aus Hungen in Mittelhessen ist in seinem Urlaub in dieser besonderen Mission im Ahrtal. Er will bewusst ein Zeichen der Solidarität setzen und andere auch auf die Idee bringen, ganz handfest tätig zu werden. Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus Oppenheim am Rhein sind mit dem Deutschen Roten Kreuz vor Ort. Vor allem die Handwerklich begabten unter ihnen wollen dabei helfen, die völlig zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen.

 

Evangelische Kirche öffnet Jugendburg für Flutopfer

Die hessen-nassauische Kirche hatte zudem bereits in der vergangenen Woche vor allem für Familien kostenfreie Übernachtungen in ihrer Jugendburg Hohensolms bei Wetzlar angeboten. Insgesamt stehen unter dem Motto „Auszeit von der Katastrophe“ 700 Übernachtungen mit Vollpension, pädagogischem Angebot und seelsorglicher Begleitung zur Verfügung. Die Ersten Buchungsanfragen liegen nun vor. Das Programm war in Absprache mit der benachbarten und besonders vom Hochwasser betroffenen Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) entstanden, erklärte Hessen-Nassaus Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf. Sie kündigte zugleich an, dass die EKHN die Aufbauhilfen für Gemeinden in den Überschwemmungsgebieten mit 100.000 Euro unterstützen werde.

 

Ökumenisches Gedenken am 28. August angekündigt

Schließlich haben die evangelische und die katholische Kirche für den 28. August um 10 Uhr einen großen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die Opfer der Flutkatastrophe vorgesehen. Die Feier im Aachener Dom wird vom Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron, sowie mit Vertreterinnen und Vertreter anderer Religionen gestaltet.

 

Online-Themenspecial zum Hochwasser: www.ekhn.de/aktuell/nachrichten/hochwasser.html

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