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Viel Beifall für junge Poeten in der Marienstiftskirche

Goldene Ananas ging nach Köln

Ralf HappelMarvin Ruppert freut sich über die Goldene Ananas. Links die Zweitplatzierte Leah Diba, rechts Moderator Stefan Dörsing.Marvin Ruppert freut sich über die Goldene Ananas. Links die Zweitplatzierte Leah Diba, rechts Moderator Stefan Dörsing.

"Witzigkeit ist nicht das Wichtigste, sondern die Substanz des Textes.“ So erklärte Moderator Stefan Dörsing, was einen guten Poetry Slam ausmacht. Beim ersten von der evangelischen Jugend im Dekanat Hungen veranstalteten Poetry Slam unterstrichen vier junge Poeten in ihrem Wortgefecht den Wahrheitsgehalt dieser Aussage. Mit der Goldenen Ananas des Siegers ging am Ende Marvin Ruppert nach Hause.

Stefan Dörsing hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und hat sich in der Slammer-Szene einen Namen erarbeitet. Er organisiert und moderiert regelmäßig Poetry Slams. Zudem fördert er den Nachwuchs, indem er Workshops gibt und durch Veranstaltungen wie diese in der Marienstiftskirche führt.

Bevor die vier Nachwuchstalente nacheinander antreten konnten, erklärte der Moderator die Regeln und stellte eine Jury aus dem Publikum zusammen. Die Reihenfolge der Slammer wurde ausgelost – und Leah Diba aus Gießen musste als Erste ran. Sie schilderte in ihrem Text eine kuriose Begegnung mit Fremdenfeindlichkeit. Damit hatte sie die Zuschauer sofort auf ihrer Seite. Sprachlich geschickt und gut intoniert, reihte die junge Poetin ihre Worte und Sätze aneinander und erzählte von schnellen Vorurteilen und festsitzenden Klischees.

Danach kamen Temye Tesfu (Berlin), Theresa Hahl (Bochum) und Marvin Ruppert (Köln) zu Wort. Ruppert umschrieb besonders lebendig so dass die Situation so bildlich wurde, dass sie sich wie ein Film in den Köpfen der Zuschauer abspielte. Und genau so funktioniert ein guter Poetry Slam: Die Künstler müssen die Zuschauer mit der Gewalt ihrer Worte in ihren Bann ziehen. Das haben alle Slammer an diesem Abend geschafft.

Die „Crème de la Crème“ der Slammer sei für den Licher Poetry-Slam angereist, freute sich Claudia Dörfler, Jugendreferentin im evangelischen Dekanat Hungen und Organisatorin der Veranstaltung. Unter dem gotischen Maßwerk der Marienstiftskirche war es auch für die geübten Slammer etwas Besonderes,am Mikrofon zu stehen. Der moderne Dichter-Wettstreit wurde in Chicago "erfunden" und folgt strengen Regeln. Die Texte müssen selbst geschrieben sein und dürfen die Zeit von sechs Minuten nicht überschreiten, Requisiten sind verboten. Die Zuhörer bewerten die Vorträge per Beifall oder auf andere, vorher festgelegte Weise. Dabei kommt es neben dem Inhalt auch auf die Stimmigkeit der Performance an.

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