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Kirchengemeinde Laubach aktiv für Flüchtlinge

Gemeinsam beten und füreinander da sein

StenderPfarrer, Pfarrerin, Gemeindereferentin vor betender GemeindeDas Vaterunser auf Deutsch und Ukrainisch stand am Ende des Ökumenischen Friedensgottesdienstes in Laubach

Nicht nur zum ökumenischen Gottesdienst am vergangenen Freitagabend, sondern jederzeit sind die ukrainischen Flüchtlinge in Laubach in die evangelische Stadtkirche eingeladen. Das betonte Stadtkirchenpfarrer Jörg Niesner am Ende eines ergreifenden Gottesdienstes auf Deutsch und Ukrainisch: „Wir wollen für euch da sein, wenn ihr uns braucht.“

Mit zahlreichen Ehrenamtlichen macht sich die Kirchengemeinde daran, die Flüchtlinge, die zum überwiegenden Teil im Laubacher Jugendgästehaus untergebracht sind, beim Einleben in der Stadt zu unterstützen, erzählt Niesner nach dem Gottesdienst bei heißem Orangensaft und Tee auf dem Kirchplatz. Dazu gehört auch die Vermittlung von Flüchtlingen in dauerhafte Unterkünfte. Am Montag zogen vier Familien aus dem Jugendgästehaus ins stillgelegte Wohnheim des Laubach-Kollegs der EKHN um. Hier hatten Schülerinnen und Schüler zusammen mit der Haustechnik die Räume für die neuen Gäste vorbereitet.

Auch in Privathäusern, weiß Pfarrer Niesner, sind Flüchtlinge untergekommen. Zu den Plänen der Kirchengemeinde gehört auch die Einrichtung eines Begegnungscafés. Hier sollen nicht nur die Flüchtlinge miteinander, sondern auch mit Laubacherinnen und Laubachern ins Gespräch kommen. Der nächste Schritt wären dann Sprachkurse im Gemeindehaus, sagt der Pfarrer optimistisch.

Einige der nach Laubach gekommenen Flüchtlinge, überwiegend Frauen mit Kindern, waren am Freitagabend auch bei der Friedensandacht in der Stadtkirche. In deren Mittelpunkt stand die Taube als Friedenssymbol. Und das gleich im doppelten Sinn. Sowohl in den jeweils ins Ukrainische übersetzten Ansprachen von Pfarrer Jörg Niesner, Pfarrerin Stöppler und der katholischen Gemeindereferentin Tanja Mohr, als auch plastisch im Kirchenraum. Unter der Decke des Gotteshauses schweben Dutzende weiße Tauben aus Papier, die von Teilnehmenden der täglichen Friedensgebete gebastelt wurden.

Unter diesen vom Luftstrom in der Kirche und der Wärme der Kerzen in Bewegung gehaltenen Taubenschwarm sind auch weiterhin täglich um 19 Uhr die Menschen in Laubach zum ökumenischen Friedensgebet eingeladen. In der geöffneten Kirche liegen Gebete und Texte auch in ukrainischer Sprache aus.

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