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Corona-Pause in Oppenrod beendet

Froh über den ersten Gottesdienst

StenderMit Sicherheitsabstand und Maske wieder in der KircheMit Sicherheitsabstand und Maske wieder in der Kirche

Am Muttertagssonntag gab es den ersten Gottesdienst nach fast zwei Monaten Corona-Pause in der kleinen Oppenröder Kirche. Am Dienstag hatte der Kirchenvorstand beschlossen, es zu wagen, obwohl die Vermessungsarbeiten der Küsterin ergeben hatten, dass nur zwölf Leute in der Kirche Platz finden werden.

Die Oppenröder Kirche ist wirklich klein. Das wurde in dem Moment besonders deutlich, als es um den Abstand von vier Metern zwischen Pfarrerin und Gemeinde ging, denn mit Mund-Nasenschutz wollte Pfarrerin Schneider den Gottesdienst nicht halten. Damit die Besucher wenigstens ab der dritten Reihe sitzen konnten, war es nötig, dass die Pfarrerin sich hinter den Altar stellte. In der reformierten Tradition ist das das normale Bild – in Oppenrod eine Corona-bedingte Premiere.

Müssen wir Menschen wegschicken?

Trotz diverser Mess- und Rechenexperimente wurden es nicht mehr als zwölf Plätze in den Bänken. Die waren am Sonntagmorgen mit freundlichen Herzchen markiert. Mit zwei geschickt platzierten Stühlen kamen wir sogar auf 14 Plätze. Denn das war der größte Diskussionspunkt in der Kirchenvorstandssitzung gewesen: Wie würden die Leute reagieren, die sie wangsläufig wegschicken müssten, wenn tatsächlich der gesamte „harte Kern“ der regelmäßigen Kirchgänger kommen würde? Und das wären – ohne Konfis – 17 Personen.

Auf Verständnis gehofft

Schließlich vertraute man darauf, dass die Menschen in der aktuellen Situation Verständnis dafür haben würden und machte nicht allzu viel Werbung für den ersten Gottesdienst. Wer allerdings damit gerechnet hatte, dass die „Risikogruppe“ der über 70-Jährigen daheimbleiben oder ohne Mund-Nasenschutz an der Kirchentür auftauchen würde, hatte sich geirrt. Auch die Handdesinfektion am Eingang machten alle freundlich mit. Am Ende saßen elf Besucher – acht Frauen, drei Männer - in den Bankreihen mit Mund-Nasenschutz in unterschiedlichsten Designs und Ausführungen. Zwei Ehepaare durften nebeneinander Platz nehmen. 

Vom Trost durch Musik

Von da an lief alles fast normal – Orgelvorspiel, Psalm im Wechsel, Predigt, gemeinsames Vaterunser. Nur dass ausgerechnet am Singesonntag Kantate der Gemeindegesang verboten war, bedauerte nicht nur die Pfarrerin. Die ausgedruckten Liedtexte waren nicht nur zum Mitlesen, sondern auch zum Mitnehmen gedacht. In ihrer Predigt sprach Pfarrerin Schneider unter anderem von der tröstlichen und hoffnungsfrohen Wirkung der Musik. Sie sei sehr froh, dass dieser Gottesdienst gefeiert werden konnte, betonte sie abschließend und erinnerte daran, dass eigentlich an diesem Sonntag die Konfirmation in der Kirche gefeiert werden sollte.

Am Ausgang – diesmal ausschließlich durch den Nebeneingang der Kirche - war spürbar, wie sehr sich einige der Besucher über diesen ersten Gottesdienst nach der „Corona-Pause“ freuten. Bei diesen Gesprächen im Kirchgarten wurde selbstverständlich der Mindestabstand von einem Meter fünfzig eingehalten.

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