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Andreas Luipold eingeführt

Ein Jahr unfreiwillige "Probezeit" durch Pandemie

A. StenderPfarrer vor AdventsgesteckAndreas Luipold wurde von Dekan Hans-Theo Daum als Pfarrer der Kirchengemeinde Lollar eingeführt

Er habe jetzt gewissermaßen ein Jahr Probezeit gehabt, bemerkte Udo Schnepp als Vertreter des Kirchenvorstands Lollar bei der Einführung des neuen Pfarrers Andreas Luipold durch Dekan Hans-Theo Daum in der Lollarer Kirche. Tatsächlich hat es vom Amtsantritt im November 2020 bis zum zweiten Adventssonntag 2021 gedauert, bis der offizielle Akt stattfinden konnte.

Grund für diese Verzögerung war die Entwicklung der Corona-Pandemie in dieser Zeit. Gleich zu Beginn seines Dienstes wurde Luipold selbst ins gerade renovierte Pfarrhaus in Quarantäne geschickt. Danach waren zunächst wochenlang keine Gottesdienste in der Kirche mehr möglich. Nicht ganz unvorbelastet in digitaler Technik aus seiner vorherigen Pfarrstelle im Rheingau machte sich Luipold an die Produktion digitaler Gottesdienste, bald auch gemeinsam mit den Kollegen in Staufenberg. Udo Schnepp: „Ich habe ihn bewundert, wie er das alles hingebastelt hat.“

Die Organisation der Kirchenvorstandswahl, Konfiunterricht und die Aufrechterhaltung der verschiedenen Gruppenangebote kamen hinzu. Die Pfadfinder hat er dabei wohl auch nicht vergessen. In seiner Rolle als Sprecher der Lollarer Meute sagte Schnepp dem Pfarrer nicht nur Dank für seine häufigen Besuche in der Meutenstunde. Mit der Überreichung des Pfadfinder-Halstuchs wurde er auch feierlich in die Gruppe aufgenommen.

Auch der Kirchberger Dekan Hans-Theo Daum hob die Kreativität hervor, mit der Andreas Luipold an die Herausforderungen zu Beginn seiner Zeit in Lollar herangegangen sei. Die Corona-Pandemie habe zwar vieles vom Elan des Neuanfangs gedämpft. Es habe sich jedoch gezeigt, dass unter anderem die Erfahrung im Digitalen und „die vielfältigen Erfahrungen und Begabungen ein Plus für die Gemeinde“ waren.

Diese Erfahrungen kommen aus einer Berufsbiographie mit unterschiedlichsten Stationen und Aufgaben. Nach dem Studium, das den 1964 in Heidenrod geborenen Theologen unter anderem nach Frankfurt, Bochum, Dublin und Marburg geführt hatten, war er zunächst beim Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf angestellt. Dort arbeitete er als Erzieher in der Betreuung von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung.

Es folgte das Vikariat in Frohnhausen im Dekanat Biedenkopf und ein Spazialvikariat in Herborn. Dort war er anschließend mehrere Jahre als Religionslehrer tätig, bevor er 2009 die Pfarrstelle in Londorf übernahm. Nach weiteren drei Jahren im Schuldienst an der Gesamtschule Gießen-Ost wurde er 2016 Pfarrer in der Gemeinde Breithardt, Burg-Hohenstein und Steckenroth im Dekanat Rheingau-Taunus. Ende 2019 wechselte der Theologe für ein Jahr ins Dekanat Wiesbaden, bevor er im November 2020 die Nachfolge von Petra-Assmann Daum in Lollar antrat.

Zu den vielen Wegen, die Andreas Luipold bis zu seiner Ankunft in Lollar gegangen ist, passte auch das Thema seiner Predigt. Er sprach über die vielen verschiedenen Wege, die Menschen auf der Suche nach Gott gehen. Wer sich jedoch mit Jesus auf den Weg zu Gott mache, „der hat schon gefunden“.

Neben dem schon erwähnten Udo Schnepp begrüßten weitere Vertreter und Vertreterinnen von Dieakonie, Jugendblasorchester und CVJM den Pfarrer. Traugott Stein grüßte als Vertreter der Pfarrerinnen und Pfarrer im Dekanat. Pfarrer Wieslaw Waszkiel überbrachte die Grüße der katholischen Kirchengemeinde.

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