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Nächste Etappe auf dem Lutherweg am 24. August

Ein Hinkelstein am Pilgerweg

DechertFröhliche Pilgerinnen und PilgerUm große und kleine Steine ging es auf der zwölften Lutherweg-Etappe mit Dekan Heide.

Wie kommt der „Hinkelstein“ vor die Kirche in Schwarz? Diese Frage stellten sich die 34 Pilgerinnen und Pilger auf der zwölften Etappe auf dem Lutherweg 1521. Auf den 19 Kilometern von Eifa zur Burg Herzberg wurden sie vom Grünberger Dekan Norbert Heide und der Pilgerleiterin in Ausbildung Andrea Albert begleitet.

Nach Schwarz kam die Gruppe vom Startpunkt Eifa auf Waldwegen entlang der Kastanienallee und weiter auf dem Eisenbahnweg durch das „Grebenauer Gründchen“. Vor der Kirche in Schwarz steht der „Hinkelstein“, der Teil eines Altars, welcher in einer alten Kultstätte im Wald in der Nähe von Schwarz gestanden haben soll. Wie kam der Hinkelstein zur Kirche?  Ist er vom Himmel gefallen? Oder zur Kirche gerollt? In der Kirche erzählte Andrea Albert  von Steinen: Steine sind wie das Leben, manche sind rund, haben Ecken und Kanten. Es gibt große und kleine Steine. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Welcher Stein liegt mir auf dem Herzen? Welcher ist schon gefallen? Um das zu reflektieren, machten sich die Pilger schweigend auf den Weg.

Geschichten als Wegzehrung

Über die Martin-Luther-Brücke kam die  Gruppe zur evangelischen Kirche in Grebenau. Auch hier hatte Andrea Albert eine passende Geschichte zum Thema Steine vorbereitet.  Auch Dekan Heide hatte noch eine Geschichte als geistige Wegzehrung vorbereitet. Nach insgesamt 19 Kilometern und einem steilen Anstieg war schließlich die Burg Herzberg erreicht. Sie thront bereits seit dem 13. Jahrhundert auf der gleichnamigen Erhebung. Seit 1477 sind die Freiherren von Dörnberg im Besitz der Burg. Sie hatten einen besonderen Bezug zu Martin Luther. Freiherr Hermann von Dörnberg lernte Luther während seines Theologiestudiums in Erfurt und Wittenberg kennen. Er wurde begeisterter Anhänger des Wittenberger Professors und glühender Verfechter der Reformation. So kam es, dass er Luther auf seinem Weg nach Worms begleitete. Auch an der „Entführung“ Luthers auf die Wartburg soll er maßgeblich beteiligt gewesen sein. Der „Lutherweg“ zum Reichstag nach Worms führte direkt am Fuße der Burg vorbei.

Ein Lied zum Abschluss

In der Burgkapelle, ein frühmittelalterlicher Bau romanischen Ursprungs, die damals als Wehrkirche diente, sangen die Pilger noch ein Lied zum Abschluss des Pilgertages.  Zahlreiche Bilder und Grabplatten sind hier zu sehen. Sie zeigen 109 Wappen von verschiedenen Familien.

Anschließend war noch Gelegenheit zur Besichtigung des Burggeländes mit seinem herrlichen Ausblick auf die umliegende Landschaft und für Kaffee und Kuchen im Burghof.  

Die 13. Etappe führt am Samstag, 24. August 2019 von der Burg Herzberg nach Niederaula (ca. 16 km).  Treffpunkt ist um 8.00 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg. Nähere Infos gibt es im evangelischen Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

Die ursprünglich für den 15. Juni geplante Etappe entfällt.

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