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Stiftung und Besuchsdienst Hungen feiern

Doppeljubiläum mit Ottilie

StenderEhrung für den Besuchsdienst beim JubiläumEhrung für den Besuchsdienst beim Jubiläum

Zehn Jahre Ottilienstiftung der evangelischen Kirchengemeinde Hungen und 20 Jahre Besuchsdienst. Dieses Jubiläum feierte man in Hungen am vergangenen Sonntag mit mit einem Gottesdienst und einem Empfang. Dabei war auch die Begründerin und Namensgeberin der Stiftung, Fürstin Ottilie zu Solms-Laubach.

StenderDekanin Alt verwandelt sich mit Hilfe von Gertraud Brühl und Anja Schwab in Fürstin OttilieDekanin Alt verwandelt sich mit Hilfe von Gertraud Brühl und Anja Schwab in Fürstin Ottilie

Die Hungener Dekanin Barbara Alt verwandelte sich aus Anlass des Doppeljubiläums in die schwarz gekleidete, strenge Stiftsdame, deren Bild unter anderem auf dem überarbeiteten Informationsflyer der Stiftung zu sehen ist. 1884 starb Fürstin Ottilie. 1200 Reichsmark aus ihrem Vermögen, so hatte die Witwe, die im Hungener Schloss lebte, verfügt, sollten von nun an für die Stationierung einer Diakonisse in Hungen verwendet werden.  1885 erhielt die Stiftung die landesherrliche Bestätigung. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet die Stiftung jedoch in Vergessenheit, bis Barbara Alt bei Recherchen im Kirchenarchiv das alte Sparbuch entdeckte. Nach einiger Diskussion im Kirchenvorstand wurde die Wiederbelebung der Stiftung beschlossen und das Kapital auf das nötige Minimum von 2500 Euro aufgestockt. Ganz im Sinne der mildtätigen Fürstin, der das Wohlergehen der ärmeren Gemeindeglieder am Herzen lag, wurde der Stiftungszweck fortgeschrieben. Mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital sollten Hungenerinnen und Hungener Hilfen im täglichen Leben erhalten.

In den folgenden Jahren gelang es dem Stiftungsrat, dem heute Gertraud Brühl vorsteht, das Kapital auf mittlerweile rund 32000 Euro zu erhöhen. Spenden und Zustiftungen machten es möglich, dass 2011 die Krankenschwester Anja Schwab zunächst mit fünf Wochenstunden eingestellt werden konnte. Die Inheidenerin ist nicht nur selbst im Dienst der meist älteren und allein lebenden Mitbürger unterwegs, sie koordiniert auch die Arbeit des ehrenamtlichen Besuchsdienstes der evangelischen Kirchengemeinde Hungen. Den hatte Dekanin Alt im Jahr 1998 ins Leben gerufen. Dabei beschränkt sich das Engagement nicht nur auf Besuche, es werden auch Einkäufe gemacht oder Behördengänge erledigt. Auch wenn mal der Kühlschrank ausfällt oder das Telefon nicht mehr funktioniert, organisiert Anja Schwab schnell Hilfe. „Bürokratie gibt es bei uns nicht“, erklärt sie, „wenn eine Frage kommt, dann bin ich da“. Das bestätigen auch Barbara Alt und Gertraud Brühl.

Im Festgottesdienst am Sonntag kamen auch Anja Schwab und Mitglieder des Besuchsdienstes zu Wort. Nach einem Sektempfang erlebten die Gäste in der Kirche einen virtuellen Stadtrundgang entlang der Lebensstationen von Fürstin Ottilie, geführt von Dekanin Alt im eigens zu diesem Anlass angefertigten Ottilien-Outfit.

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