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EKD-Ratsvorsitzende trifft Seenotretter

"Die tödlichste Grenze der Welt"

EKDDie Sea-Watch 3 konnte der EKD-Ratsvorsitzende nur vom Schlauchboot aus sehen.

Bei seinem Besuch auf Sizilien hat der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm nicht wie geplant an Bord des deutschen Seenotrettungsschiffs Sea-Watch 3 gehen können. Obwohl das Schiff wieder freigeben wurde, liegt es nach wie vor in einem abgetrennten, nicht zugänglichen Hafen von Licita vor Anker.

Bedford-Strohm traf sich mit der Sea-Watch-Anwältin Giorgia Linardi und Kapitän Arturo Centore. Er sicherte ihnen die weiterte Unterstützung der evangelischen Kirche zu. Die Sea-Watsch 3 konnte der EKD-Ratsvorsitzende nur durch einen Gitterzaun und dann von einem Schlauchboot aus sehen.  Nachdem das Schiff vor ein paar Wochen Migranten in Seenot vor der libyschen Küste gerettet und nach Italien gebracht hatte, wurde es von den italienischen Behörden beschlagnahmt. Weil keine Verstöße gegen geltenden Recht festgestellt wurden, gaben die Behörden die Sea-Watsch 3 wieder frei. Nach Angaben der NGO sei festgestellt worden, dass man sich an alle Gesetze gehalten habe.

"Keine Option für Europa"

Der EKD-Ratsvorsitzende ist zur Unterstützung der Seenotretter und Flüchtlingshelfer nach Sizilien gereist. In einer Video-Botschaft hatte er beklagt, dass allein im vergangenen Jahr über 2000 Menschen auf ihrem Weg nach Europa ertrunken seien.  Wörtlich sagte er: „Das Mittelmeer ist die tödlichste Grenze weltweit.“ Zugleich erklärte er, Flüchtlinge in die Lager nach Libyen zurückzuschicken, sei keine Option für Europa.

Gegenüber dem ARD-Studio Rom sagte Bedford-Strohm: "Das Verhalten und auch das Reden des italienischen Innenministers ist aus meiner Sicht in tiefem Widerspruch zu allem, wofür das Christentum steht. Man kann nicht Menschen einfach im Meer ertrinken lassen, die Hilfe brauchen. Egal, aus welchen Gründen sie sich in diese Situation begeben haben.“

Das Video der EKD über den Besuch des Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm auf Sizilien finden Sie hier

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