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„Church, Community & Care”

Diakonie-Chef Lilie: Kirche und Diakonie müssen sich neu erfinden

P. BerneckerDoppelportrait PodiumsgesprächDr. Ralph Charbonnier, Leiter Sozial- und Gesellschaftspolitik der EKD im Podiumsgespräch mit Diakoniepräsident Ulrich Lilie. Diakonie müsse eine "gewisse Experientierfreude" entwickeln und auf andere Akteure in der Zivilgesellschaft offensiv zugehen, so Lilie.

Diakonie und Kirche müssen nach Ansicht von Diakoniepräsident Ulrich Lilie umdenken und sich neu erfinden. Mit Blick auf die Digitalisierung und eine zunehmende soziale Ungleichheit müssten sie ihrerseits Netzwerke bilden, sagte Lilie am Dienstag bei einem bundesweiten Fachtag in Frankfurt am Main.

Auf dem „Church, Community & Care” betitelten Fachtag am 19. Februar 2019 diskutierten Experten aus Kirche, Politik und Wissenschaft in der Evangelischen Akademie Frankfurt über die Zusammenarbeit von Kirchen, Kommunen und Diakonie.

 

„DRIN” zeigt Beispiele von Vernetzung

Als Beispiel für die Vernetzung von Kirchen, Diakonie und Kommunen gilt nach den Worten der Referenten das Projekt „DRIN” (Dabeisein, Räume entdecken, Initiativwerden, Nachbarschaft leben) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Dabei konnten Kirchengemeinden, Dekanate und regionale Diakonische Werke gemeinsam mit anderen Akteuren vor Ort konkrete Hilfsmaßnahmen entwickeln. Die Initiative soll Betroffenen wie etwa Arbeitslosen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Die Synode hatte für das Projekt im Mai 2014 drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Auch die Einführung der Evangelischen Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung, kurz: midi, solle dafür ein erster Schritt sein, sagte Lilie. Mit „midi” wollen die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Diakonie Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) daran arbeiten, wie Menschen heute vom Evangelium erreicht werden können. Die Stelle wird Ende Mai eröffnet.

 

Dialogfähig bleiben und neue Strukturen entwickeln

Um die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bestreiten, habe die Diakonie kürzlich zum Beispiel eine neue, junge Mitarbeiterin für die Öffentlichkeitsarbeit eingestellt, sagte Lilie. Es gehe darum, dialogfähig zu bleiben und „eine neue Sprache zu finden”. Kirche und Diakonie steckten oftmals noch in Strukturen des 19. Jahrhunderts, sagte der für sozial- und gesellschaftspolitische Fragen zuständige Oberkirchenrat der EKD, Ralph Charbonnier.

Ein gutes Miteinander könne zum Beispiel bei Straßen- und Quartierfesten eingeübt werden, schlugen Lilie und Charbonnier vor. Beide verwiesen auf das aktuelle Schwerpunktthema der Diakonie „Wir sind Nachbarn. Alle”. Es sei wichtig, den Menschen Begegnungsräume zu schaffen und ihnen gemeinsame Aufgaben zu geben.

 

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