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Zweiter Platz für Grünberger Schüler bei landesweitem Wettbewerb

rudynet.deDie Grünberger Delegation bei der Preisverleihung

"Arena Pace Futura" ist der Name des Friedhofs, den Schülerinnen und Schüler der Theo-Koch-Schule im Rahmen einer Projektwoche konzipierten. Die Jury des Wettbewerbs "Friedhof der Zukunft", bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der EKHN und der Stadt Wiesbaden, zeichnete die innovativen Ideen der Jugendlichen mit dem zweiten Platz aus. Zur Preisverleihung nach Wiesbaden fuhren am Reformationstag Dekan Heide, der Dekanatsjugendreferent Raphael Maninger, Dr. Steinmetz und dessen Tochter Eva, die die Jugendlichen vertrat. Norbert Heide leitete das Projekt in der letzten Woche vor den Sommerferien, Dr. Steinmetz beriet die Schülerinnen und Schüler fachkundig und der Jugendreferent chauffierte die Projektteilnehmer.

Den Schülerinnen und Schülern war es wichtig, die unterschiedlichen möglichen und denkbaren Bestattungsformen aufzunehmen, sowie die Befindlichkeiten von trauernden Hinterbliebenen und Freunden Verstorbener gerecht zu werden. So umfasst der skizzierte Friedhof sowohl Stillebereiche für stark trauernde mit Ruhebedürfnis, als auch Spielplätze und vergleichbare Orte für peripher Betroffene. Die "Arena Pace Futura" verfügt über traditionelle Grabstellen für Erd- und Urnenbestattungen, Bestattungswälder, Felder und Obstplantagen, einen japanischen Garten, einen Kunstfriedhof, einen Gnadenhof, eine Vogelkuppel und Katakomben. Die Schülerinnen und Schüler blickten aber auch auf mögliche Trends der Zukunft und bauten beispielsweise eine Raketenabschussrampe für Weltraumbestattungen in ihr Konzept mit ein. Da man bei einem so vielfältigen Friedhof schnell die Übersicht verlieren kann und Digitalisierung, wie Barrierefreiheit entscheidende Faktoren in Gegenwart und Zukunft sind, gibt es Rollbänder die Trauernde und Besucher zum gewünschten Platz fahren. Für Menschen die diesen vielfältigen Friedhof zu Fuß durchqueren, gibt es eine eigene App und die Möglichkeit sich über vielfältig platzierte QR Codes zurechtzufinden oder zusätzliche Infos zu erhalten.

Das Konzept der vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Theo-Koch-Schule, welches sie an nur vier Tagen auf die Beine gestellt haben, hat den Preis und das damit verbundene Preisgeld von 500€ mehr als verdient. Stadtrat Andreas Kowol und der theologische Kinder- und Jugendbildungsreferent Sven Engel zeichneten das Projekt im Wiesbadener Rathaus aus. Dekan Heide wollte mit der Teilnahme an dem Wettbewerb die Thematik Tod und Sterben wieder ins alltägliche Leben zurückholen. Heide empfindet den derzeitigen Umgang mit der Thematik zu anonym und in Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeheime und Hospize verlagert, fast schon abgeschoben. Durch dieses Projekt und die generationen- und proffessionsübergreifende Thematisierung können wir vielleicht einen natürlicheren Umgang mit Tod, Sterben und Abschied nehmen erlernen. Vielleicht ist es deshalb eine gute Idee von Stefan Da Re (Vorgänger von Sven Engel) gewesen, diesen Wettbewerb für Jugendliche zu starten. Diese sind meist unvoreingenommen und trauen sich gewisse Dinge anzusprechen und/oder in Frage zu stellen, die für manchen Erwachsenen schwer denkbar sind.

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