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Pfarrerin Wendel fordert in Arnsburg zum miteinander Reden auf

Verstehen ist möglich

„Gott wollte eine internationale Gemeinde.“ Das ist für die Grüninger Pfarrerin Uta Wendel in der biblischen Geschichte vom Pfingstwunder deutlich geworden. Vor einem internationalen Publikum finden die Jünger Jesu die richtigen Worte und werden verstanden. In der Predigt der Pfarrerin im Gottesdienst des evangelischen Dekanats Hungen in der Kirchenruine von Kloster Arnsburg am Pfingstmontag ging es aber auch darum, dass sich Menschen trotz gemeinsamer Sprache gründlich missverstehen können.

StenderIn Arnsburg dabei: Frederic von Bechtolsheim mit seiner KlarinetteIn Arnsburg dabei: Frederic von Bechtolsheim mit seiner Klarinette

Unsere heutige Gesellschaft sei noch vielfältiger als die Menge der Menschen, die beim ersten Pfingsten zusammenkamen, stellte die Predigerin fest. Die Menschen unterschieden sich heute nicht nur in der Sprache, sondern auch in ihren politischen Ansichten, ihrer sozialen Klasse, ihren finanziellen Möglichkeiten oder ihren Charaktereigenschaften. „Alle haben Recht und reden doch aneinander vorbei“, findet Uta Wendel. Noch schlimmer: Die einzelnen Gruppen redeten (zumeist schlecht) über- statt miteinander. Wer andere verstehen wolle, müsse deren Beweggründe kennen, erfahren, woher ihre Ängste kommen, wie sie zu ihren Ansichten gefunden haben.

Auch die Reaktionen nach dem jüngsten Terroranschlag in London machten laut Wendel deutlich, dass es bestimmte Wünsche und Hoffnungen gibt, die fast allen Menschen gemeinsam sind: die Hoffnung auf Frieden, der Wunsch nach Gerechtigkeit und die Liebe zu den Mitgeschöpfen: „Wir sehnen uns nach einer besseren Welt und glauben, dass es einen Weg dorthin gibt.“ Der Gott Jesu Christi sei dieser Weg, versicherte die Pfarrerin und forderte die Gemeinde, die die Arnsburger Kirchenruine knapp zur Hälfte füllte, zum Gespräch auf und dazu „sich vom liebevollen Gott begeistern zu lassen“  - wie die erste Pfingstgemeinde vor fast 2000 Jahren.

Passend zum Thema „Viele Sprachen – ein Geist“ waren auch die Gemeindelieder und die Liturgie, die von Pfarrerin Martina Belzer aus Wohnbach geleitet wurde, mehrsprachig. Es sang der Chor „Cantate cum Musica“ aus Wohnbach unter Leitung von Anita Kammer, die Gemeindelieder begleitete der durch Spieler aus Lich verstärkte Posaunenchor Rodheim/Langd, dirigiert von Vivien Ziehl. Abgerundet wurde das viel beklatschte musikalische Programm des Gottesdienstes durch einen ungarischen Tanz und ein Kletzmerlied auf der Klarinette, mit viel Leidenschaft und Einfühlungsvermögen intoniert von Frederic von Bechtolsheim. Klaus Heller aus Lich sorgte dafür, dass alle Beteiligten gut zu hören und zu verstehen waren. Dekanin Barbara Alt bedankte sich zum Ende des Gottesdienstes bei den Pfarrerinnen und Kirchenvorständen in Grüningen und Wohnbach für die Unterstützung bei der Organisation des Gottesdienstes.

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