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Philipp van Slobbe macht Friedensdienst in den Niederlanden

Paten gesucht!

StenderPhilipp van Slobbe will ein Jahr lang in einem jüdischen Altenheim in Amsterdam arbeiten.Philipp van Slobbe will ein Jahr lang in einem jüdischen Altenheim in Amsterdam arbeiten.

Philipp van Slobbe sucht Paten. Nach seinem Abitur an der Gießener Ostschule wird der junge Pohlheimer seinen Friedensdienst in den Niederlanden antreten. Die „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ sendet den 19-Jährigen für ein Jahr ins Jüdische Altenheim Bet Shalom nach Amsterdam.

Jetzt braucht er bis zum 15. Juli 15 Menschen, die seinen Dienst mit 15 Euro im Monat unterstützen. Seine Powi-Lehrerin hat den politisch sehr interessierten jungen Mann auf die Idee gebracht, sich für einen Einsatz für die Aktion Sühnezeichen zu bewerben. Es geht ihm dabei nicht nur darum, sich für eine gute Sache einzusetzen: „Ich freue mich, wenn ich was für andere Menschen tun kann“. Wichtig ist ihm im konkreten Fall aber vor allem die Begegnung mit Nachfahren des holländischen Widerstands gegen die Nationalsozialisten, der Austausch mit Zeitzeugen, von denen es naturgemäß heute immer weniger gibt: „Diese Erinnerung muss bewahrt werden“, findet er. „Außerdem geht es in meinem Dienst auch darum, den jüdischen Glauben zu erkunden um den weltweiten Vorurteilen gegenüber den jüdischen Menschen, die ja immer noch bestehen, besser entgegentreten zu können. Neben den Zeitzeugenberichten freue ich mich auch sehr darauf, die Menschen bei ihrer Religionsausübung unterstützen zu dürfen.“ Dazu gehört zum Beispiel die Begleitung in die Synagoge oder die Hilfe bei Shabatvorbereitungen.

 Da Philipp durch seinen aus den Niederlanden stammenden Vater die Sprache gut beherrscht, wird er vermutlich schnell mit den alten Menschen ins Gespräch kommen. Auch seine offene, interessierte Haltung dürfte ihm viele Türen und Herzen öffnen.

Überhaupt in das Programm aufgenommen zu werden, war gar nicht so einfach, berichtet er. Das Auswahlverfahren war sehr aufwändig und fiel ausgerechnet in die Klausurphase des Abiturs. Unter anderem verlangte die Organisation auch Referenzen von Menschen aus dem persönlichen Umfeld des Bewerbers. Daneben galt es einen Lebenslauf zu schreiben, Bewerbungsformular und Fragebögen auszufüllen. Nachdem er all diese Hürden bravourös genommen hat, hofft er jetzt auf die Unterstützung seiner Mitmenschen für dieses Projekt, das in Deutschland auch als Freiwilliges Soziales Jahr anerkannt wird.

Spenden geht am einfachsten nach Kontaktaufnahme per E-Mail an philippvs@gmx.de. Auch über die Homepage der Aktion Sühnezeichen kann man sich informieren und spenden: http://tinyurl.com/asf-philipp. Hier findet man auch ein Foto von Philipp. Spenden können übrigens auch Kirchengemeinden oder andere Gruppen, die den Freiwilligendienst der Aktion Sühnezeichen unterstützen möchten. Jedes Jahr schickt die Organisation 180 junge Menschen in 13 Ländern auf diesem Planeten, die in unterschiedlichen Einrichtungen Verantwortung übernehmen, Freundschaften schließen, andere Lebenswelten entdecken und Geschichte gemeinsam erleben wollen. 

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