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Raphael Maninger holt Synodale ins Boot

Eine App für die Jugendarbeit

StenderRaphael Maninger am MikrophonDer neue Dekanats-Jugendreferent Raphael Maninger stellt sich den Synodalen vor

Eine App, ein gemeindepädogischer Ausschuss und eine Konzeption für die Jugendarbeit. Für seinen Dienst im Dekanat Grünberg hat Raphael Maninger schon wenige Wochen nach seinem Amtsantritt ganz konkrete Vorstellungen. Nach seiner Einführung im Gottesdienst stellte der neue Dekanatsjugendreferent seine Ideen und Pläne den Synodalen des Dekanats bei ihrer Sitzung im Laubach-Kolleg vor.

„Wenn es uns nicht gelingt, die Jugendlichen zu erreichen, wer sitzt dann in 30 Jahren hier?“, unterstrich Maninger die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit für die Zukunft der Kirche. Die alten Konzepte von regelmäßigen Angeboten und Informationen über Flyer und Gemeindebrief gingen nicht mehr auf, fasste er die aktuellen Befunde und Erfahrungen in der Jugendarbeit zusammen. Kinder- und Jugendarbeit schaffe frühe Verbundenheit und Identifikation mit der Kirche und stehe oft am Beginn von dauerhaftem Engagement. Entsprechend zielgruppenorientiert müsse die Jugendarbeit gestaltet werden, erläuterte Maninger den Synodalen. Dazu gehöre auch die passende Kommunikation. Das Smartphone bestimme heute das Kommunikationsverhalten der Jugendlichen. Deshalb spielt Maninger mit der Idee, eine App zu entwickeln, in der sich die Jugendlichen mit ihren Smartphones schnell und unkompliziert informieren und austauschen können.

Gemeinsam mit seinen Kollegen, den Gemeindepädagogen Patrick Papendorf und Denny Buhle, den Synodalen, den Kirchenvorständen und den Jugendlichen soll eine neue Konzeption für die Jugendarbeit im Dekanat entstehen. Dafür plant er Gemeinderundgänge, bei denen die Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen erfragt werden sollen. Maninger bat die Synodalen um ihre Unterstützung bei seinen Plänen. Er möchte auf Dekanatsebene einen gemeindepädagogischen Ausschuss etablieren, der den Jugendreferenten und die Gemeindepädagogen bei der Entwicklung der Konzeption unterstützen soll. Bis Ende 2019 soll es außerdem eine Dekanatsjugendvertretung geben. Die Smartphone-App soll ebenfalls 2019 an den Start gehen. Außerdem möchte er die Konfirmandenarbeit auf Dekanatsebene mithilfe Einer Konfi-AG koordinieren. Auch die Fahrt zum Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der im Mai 2018 in Weilburg stattfindet, soll auf Dekanatsebene organisiert werden.

Im Sommer 2018 bietet die Jugendarbeit im Dekanat Grünberg neben zwei Freizeiten auch Aktionen für Daheimgebliebene an. Im Winter 2019 soll es wieder eine Skifreizeit mit Patrick Papendorf geben. Das Anno-Projekt 2018 für die Konfis im Dekanat ist für den 16. Und 17. Februar geplant. Außerdem werde es 2018 gemeinsame Projekte mit den Dekanaten Hungen und Kirchberg geben.

Mit ihrem Beschluss zur Übernahme von Kosten für den Gemeindepädagogen Patrick Papendorf für Projekte in verschiedenen Kirchengemeinden des Dekanate hin Hohe von jährlich 5780 Euro in den Jahren 2018 und 2019 zeigten die Synodalen bereits die Bereitschaft, die Jugendarbeit zu unterstützen. Papendorf, der die Jugendarbeit in der Rabenau verantwortet, und sein Kollege Denny Buhle, der die Mücker Gemeinden im Dekanat Grünberg betreut, hatten zuvor von ihrer Arbeit berichtet. Dabei war deutlich geworden, dass sich die Lebensgewohnheiten der jungen Generation vor allem durch die neuen Kommunikationsmittel stark verändert haben.

Die Jugendarbeit ist mit rund 227.000 Euro vor der Kirchenmusik (knapp 182.000 Euro)  der größte Posten im Haushalt des Dekanats Grünberg für 2018. Insgesamt rechnet das Dekanat mit Ausgaben in Höhe von 720.789 Euro, denen Einnahmen in gleicher Höhe entgegenstehen. Der Leiter der Regionalverwaltung Oberhessen, Armin Habermann, erläuterte der Versammlung den Haushalt, der zum ersten Mal nach dem Doppik-Verfahren aufgestellt wurde.

Mit der Vorlage des Haushalts 2018 wurde deutlich, dass das Dekanat trotz des finanziellen Engagements zur Abwendung der Insolvenz der Dorfschmiede Freienseen auf solider wirtschaftlicher Grundlage steht. Nach Informationen von Präses Elke Sézanne hat die Gesellschafterversammlung mit einigen organisatorischen Veränderungen auf die Entwicklung in Freienseen reagiert. Geschäftsführer Pfarrer Dr. Ulf Häbel wird bei seinen Aufgaben fachlich unterstützt. Eine neue Steuerkanzlei achtet zusätzlich darauf, dass pünktliche Buchungen und Abrechnungen erfolgen. Die Landeskirche habe darüber hinaus empfohlen, einen Plan B für den Fall zu entwickeln, dass der Dorfladen nicht mehr kostendeckend arbeitet.  

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